Politik

"Theoretisches Konstrukt" Lindner "fehlt die Fantasie" für Ampel-Koalition

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Vier Koalitionen sind nach jetzigem Stand denkbar, an dreien davon wäre Lindners FDP beteiligt.

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

Rund vier Wochen vor der Wahl positionieren sich die Parteien zu Fragen möglicher Koalitionen. Viel wird nach aktuellen Umfragen von der FDP abhängen. Deren Parteichef Lindner lässt im RTL-Interview nun ein Bündnis mit SPD und Grünen als eher unwahrscheinlich aussehen.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner sieht ein Regierungsbündnis mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl als "theoretische Konstruktion, über die viel gesprochen wird". Es gebe aber "kaum praktische Gemeinsamkeiten mit SPD und Grünen", sagte Lindner in der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland".

Lindner sagte mit Blick auf den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz und die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock: "Mir fehlt die Fantasie, welches Angebot Herr Scholz und Frau Baerbock der FDP machen könnten." Die Gemeinsamkeiten mit dem Kanzlerkandidaten der Union, Armin Laschet, seien in der Sache am größten.

"Trotz mancher Pirouette" stehe die FDP "Armin Laschet in der Sache am nächsten". Er werbe darum, "so stark zu werden, dass es keine schwarz-grüne und keine rot-grün-rote Mehrheit gibt, sondern dass eine starke FDP den Ausschlag gibt, sagte der FDP-Chef weiter. Mit uns wird es keinen weiteren Links-Drift geben mit noch mehr Bürokratie, noch mehr Steuern, noch mehr Subventionen."

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Die neuesten Umfragen hatten ergeben, dass aktuell mehrere Koalitionen möglich werden könnten, darunter rechnerisch auch die Ampel. Zu den weiteren Optionen gehören eine Koalition aus Union, Grünen und FDP und eine Koalition aus Union, SPD und FDP. Eine eher knappe Mehrheit hätte aber auch ein rot-grün-rotes Bündnis aus SPD, Grünen und Linken.

SPD-Kanzlerkandidat Scholz und Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock haben sich bislang nicht auf Wunsch-Koalitionen festgelegt. Allerdings lassen beide die Bereitschaft zu einem gemeinsamen Regieren erkennen - wofür die FDP ein möglicher dritter Partner wäre.

Quelle: ntv.de, jog/dpa/AFP

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