Politik

Furcht vor russischer Aggression Litauen ordert 200 Militärjeeps aus den USA

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Litauen zahlt für die Einsatzfahrzeuge 145 Millionen Euro.

(Foto: AP)

Seit der Ukraine-Krise ist Litauen um seine Sicherheit besorgt. Aus diesem Grund rüstet der Ostseestaat seine Streitkräfte kontinuierlich auf. Nach dem Kauf deutscher Radpanzer einigt sich die Regierung in Vilnius mit den USA auf die Lieferung von 200 Geländefahrzeugen. Weitere könnten folgen.

Litauen rüstet weiter auf: Das baltische EU- und Nato-Land wird für 145 Millionen Euro 200 gepanzerte Militärfahrzeuge aus den USA erwerben. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius mit. Geliefert werden die geländegängigen leichten Einsatzfahrzeuge des Typs "JLTV" (Joint Light Tactical Vehicle) vom US-Hersteller Oshkosh.

"Dies wird die Unterstützung der Landstreitkräfte und der Spezialeinheiten stärken und die spezifischen Fähigkeiten im Bereich Geheimdienste, der Artillerie und der Logistik stärken", sagte Verteidigungsminister Raimundas Karoblis nach der Unterzeichnung des Abkommens der Agentur BNS zufolge vor Journalisten. Sie sollen bis 2024 geliefert und den Anforderungen der litauischen Armee angepasst werden. Die Fahrzeuge dienten demnach Verteidigungszwecken und sollen auch für internationale Einsätze verwendet werden. Das Abkommen sieht vor, dass Litauen bei Bedarf weitere 300 Fahrzeuge kaufen kann. Darüber werde Karoblis zufolge bis zum Ende der ersten Vertragsphase 2024 entschieden.

Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad und sorgt sich angesichts der Ukraine-Krise um seine Sicherheit. Der Ostseestaat rüstet daher seine Armee massiv auf. Der Großauftrag ist das zweitgrößte Rüstungsgeschäft in der Geschichte Litauens - nach dem Kauf von deutschen Transport-Radpanzer vom Typ "Boxer" im Wert von 385,6 Millionen Euro.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa