Politik

Auftrag für Mercedes und DaimlerLitauen steckt eine Milliarde Euro in neue Militärfahrzeuge aus Deutschland

10.06.2026, 14:05 Uhr
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Die ersten Fahrzeuge sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden. (Foto: picture alliance/dpa)

Litauische Soldaten fahren künftig mit neuen Mercedes-Geländewagen sowie mit Militärlastern von Daimler Truck. In Vilnius besiegelt die Armee den Deal mit einem Vertreter der Stuttgarter Autobauer, während an der Landesgrenze zu Belarus eine große Übung der neuen deutschen Panzerbrigade läuft.

Die litauische Armee will ihren Fuhrpark mit Militärfahrzeugen aus Deutschland aufrüsten. Zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit werden die Streitkräfte des baltischen EU- und Nato-Landes Speziallastwagen von Daimler Truck und Geländewagen von Mercedes-Benz im Auftragswert von rund einer Milliarde Euro beziehen. Dazu wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Vilnius eine Vereinbarung mit dem lokalen Vertreter der deutschen Autobauer unterzeichnet.

Die Auslieferung der Fahrzeuge der G-Klasse von Mercedes-Benz sowie der Militärlaster-Modelle Zetros, Arocs und Unimog von Daimler Truck soll zwischen 2026 und 2032 erfolgen. Finanziert werden soll die Beschaffung teils mithilfe eines Rüstungskredits aus dem sogenannten Safe-Programm der EU, hieß es in der Mitteilung. Nach Ministeriumsangaben handelt es sich bei der Anschaffung um "eine der größten Investitionen in die Logistik der litauischen Streitkräfte". Die Fahrzeuge sollen den effizienten Transport von Truppen, Waffen und Nachschub sicherstellen und die Einsatzbereitschaft der Armee stärken.

Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad und an Russlands Verbündeten Belarus. Der Krieg in der Ukraine wird in dem Baltenstaat als direkte Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen. Die Regierung in Vilnius hat daher die Militärausgaben erhöht und rüstet die Armee massiv auf.

Im litauischen Pabrade begann an diesem Mittwoch die Gefechtsphase einer ersten Übung der neuen deutschen Panzerbrigade 45. Die Bundeswehr setzt dabei mehr als 300 Drohnen ein. Die im vergangenen Jahr formal in Dienst gestellte Panzerbrigade trainiert bei "Freedom Shield 2026" erstmals das Gefecht auf litauischem Boden. Für die Übung wurden rund 2.900 Soldaten - darunter etwa 2.300 aus Deutschland - und rund 800 Fahrzeuge aus acht Nato-Staaten auf dem Truppenübungsplatz zusammengezogen, der etwa 15 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt ist.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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