Politik

Nach Warnung des GeheimdienstesLitauen verstärkt Schutz gegen russische Hybridangriffe

15.07.2026, 11:24 Uhr
00:00 / 02:04
DIEVENISKES-LITHUANIA-JULY-10-Lithuanian-border-guard-officers-patrol-by-the-metal-fence-at-the-Lithuanian-Belarusian-border-on-July-10-2023-in-Dieveniskes-Lithuania-The-Queen-Louise-Bridge-connects-Pagegiai-to-the-Russian-exclave-Kaliningrad-The-car-traffic-remains-closed-and-just-pedestrians-are-authorized-to-commute-by-the-bridge-On-one-of-the-buildings-by-the-riverside-the-Letter-Z-a-symbol-of-the-Russian-war-on-Ukraine-is-painted-facing-the-Lithuanian-town-By-the-Lithuanian-Belarusian-border-next-to-the-town-Dieveniskes-the-Lithuanian-border-guard-continues-to-patrol-by-the-border-wall-as-Belarus-authorities-weaponized-migration-for-the-past-2-years
Litauische Grenzschüzer patroullieren in Dieveniskes an der Grenze zu Belarus. (Foto: picture alliance / AA)

Seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine versucht Russland, auch Nato-Staaten mit gezielten Sabotageakten zu schaden. Litauen wirft Moskau jetzt neue Angriffspläne vor - und ergreift Sicherheitsmaßnahmen.

Litauen hat seinem Präsidenten Gitanas Nauseda zufolge Geheimdienstinformationen über russische Pläne für Angriffe auf die Infrastruktur. Vorsorglich werde die Sicherheit an Energie- und Verkehrsanlagen verschärft, sagte Nauseda in einem Interview der Nachrichtenagentur BNS. Er habe keine Informationen darüber, wann oder wo die Angriffe geplant seien.

"Wir haben solche Signale, die wir von unseren (Geheim-)Diensten erhalten", sagte Nauseda. "Sie nennen weder einen klaren Ort noch eine Zeit, weil der Gegner seine Planung noch nicht abgeschlossen hat und wir nur von der Planung oder dem Ziel wissen." Es könne sich um verschiedene Mittel handeln, die darauf abzielten, kritische Infrastruktur physisch zu beschädigen. "Alles, was den Betrieb dieser Anlagen beeinträchtigt."

Nauseda sagte in dem Interview nicht ausdrücklich, dass sein Land das Ziel sei. Allerdings hatte das Nachbarland Polen kürzlich erklärt, westliche Geheimdienste seien besorgt über das Risiko russischer Angriffe auf polnisches und baltisches Territorium.

Das Nato-Mitglied Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad sowie an den russischen Verbündeten Belarus. Litauen hat seine Verteidigungsausgaben seit der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 verdreifacht.

Die Regierung in Moskau weist immer wieder Vorwürfe zurück, Sabotageakte oder andere Angriffe auf Länder außerhalb der Ukraine zu planen oder auszuführen. Solche Berichte seien Teil einer antirussischen Propagandakampagne.

Quelle: ntv.de, lar/rts

RusslandLitauenHybrider KriegKriege und KonflikteKremlVilnius