Politik

Oppositionsführer appelliert López: Venezuelas Soldaten sollen rebellieren

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Die Krise in Venezuela verschärft sich immer mehr.

(Foto: picture alliance / dpa)

In Venezuela gibt es seit rund zwei Monaten schwere gewaltsame Proteste. Nun meldet sich Oppositionsführer Leopoldo López aus dem Gefängnis zu Wort. Er ruft die Soldaten auf, sich gegen die Regierung zu stellen.

In einer Videobotschaft aus dem Gefängnis hat der venezolanische Oppositionsführer Leopoldo López die Soldaten im Land aufgefordert, sich der Regierung zu widersetzen. Rebellion sei verfassungskonform, wenn die Regierung die Menschen unterdrücke, sagte López in einer auf Twitter veröffentlichten Videobotschaft: "Ihr habt das Recht und die Pflicht, euch aufzulehnen, gegen Anordnungen zu rebellieren, die versuchen, das venezolanische Volk zu unterdrücken, zu rebellieren, um die Verfassung einzuhalten."

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Es ist bereits das zweite Video von einem in einem Militärgefängnis inhaftierten Politiker, das in den vergangenen Wochen an die Öffentlichkeit gelangt ist. Auch die Armee wolle Freiheit und Demokratie, so López weiter. Er habe diesen Eindruck bei Gesprächen mit Militärs bekommen.

Bei den seit zwei Monaten andauernden Protesten gegen die Regierung von Präsident Nicolás Maduro wurden bislang Dutzende Menschen getötet. Die Demonstranten fordern Maduros Rücktritt. Sie machen ihn für die schwere Wirtschaftskrise verantwortlich und werfen ihm vor, er wolle Venezuela zu einer Diktatur machen. López, der Chef der Partei Voluntad Popular (Volkswille), verbüßt wegen angeblicher Anstachelung zu Gewalt bei regierungskritischen Protesten eine fast 14-jährige Haftstrafe.

2014 waren 43 Menschen bei Protesten gegen Maduro gestorben. Das Urteil wurde international als rein politisch motiviert kritisiert. Der 46-Jährige war wichtigster Gegenspieler Maduros und gilt im Falle einer Freilassung als ein Favorit auf das Präsidentenamt. 

Quelle: ntv.de, sgu/dpa