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Neue Aufschlüsse zur Tatnacht? Lübcke-Ermittler spüren verstecktes Auto auf

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Stephan E. und der zweite Festgenommene Markus H. trainierten gemeinsam im Schützenverein Sandershausen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei der Hausdurchsuchung im Mordfall Lübcke finden die Ermittler einen sorgsam versteckten Autoschlüssel. Der rechtsextreme Verdächtige Stephan E. könnte den dazugehörigen Skoda in der Tatnacht genutzt haben. Jetzt ist der Wagen aufgetaucht.

Im Mordfall Lübcke haben die Ermittler weitere Fortschritte gemacht. Sie fanden in Kassel ein gesuchtes Auto mit thüringischem Kennzeichen, das mit dem Tatverdächtigen Stephan E. in Verbindung gebracht wird. Zuerst hatte die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" über den Fund berichtet. Der Skoda soll dem Blatt zufolge auf den Schwiegervater des Verdächtigen zugelassen sein. Stephan E. habe es kurz vor der Tatnacht übernommen.

Die Wagenschlüssel sollen bei der Durchsuchung im Haus der Verdächtigen im CD-Fach eines Radios gefunden worden sein. Das Fahrzeug habe in der Umgebung des Wohnhauses des Verdächtigen gestanden. Die für den Fall zuständige Bundesanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern.

In der Nacht des Mordes an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke waren einem Zeugen zwei Autos aufgefallen, die in aggressiver Weise durch den Wohnort des CDU-Politikers fuhren. Ein Auto beschrieb er als VW Caddy, das andere konnte er nicht beschreiben. Später hätten die Ermittlungen ergeben, dass Stephan E. einen solchen VW Caddy fahre, der auf seine Frau zugelassen sei. Ob es sich bei dem nun gefundenen Skoda um das andere Auto handelt, ist unklar.

Auch zweiter Festgenommener im Schützenverein

Bekannt ist nun auch, dass der ebenfalls festgenommene Markus H. im selben Schützenverein war wie der Tatverdächtige. Markus H. soll den Kontakt zwischen Stephan E. und Elmar J. hergestellt haben, dem mutmaßlichen Verkäufer der Tatwaffe. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Beihilfe zum Mord vor. Markus H. habe wie Stephan E. mit dem Bogen trainiert, aber auch mit Feuerwaffen geschossen, erklärte der Vorsitzende des Schützenclubs 1952 Sandershausen, Reiner Weidemann. Auch H. sei scheinbar "ein normaler ruhiger Typ" gewesen. Beide hätten keinen Zugriff auf die Waffen des Vereins gehabt.

Walter Lübcke war am 2. Juni in seinem Haus im Landkreis Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der 45-jährige Stephan E. hatte die Tat zunächst gestanden, später aber sein Geständnis widerrufen.

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Quelle: n-tv.de, mau/dpa/AFP

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