Politik

Nach Abschuss von US-Drohne Lufthansa umfliegt Straße von Hormus

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Die Lufthansa ergreift Vorsichtsmaßnahmen.

(Foto: imago images / Arnulf Hettrich)

Erst der Drohnen-Abschuss durch iranische Revolutionsgarden, dann der Bericht über einen gerade noch abgesagten US-Vergeltungsangriff: Viele Fluglinien halten es für zu gefährlich, weiterhin über die Straße von Hormus zu fliegen und ändern ihre Flugrouten. Auch die Lufthansa zieht Konsequenzen.

Die Lufthansa umfliegt wegen der steigenden Spannungen zwischen Iran und den USA die Straße von Hormus. Die Änderung der Flugrouten in dem Gebiet gelte bereits seit Donnerstag, sagte ein Sprecher der Airline. Der Bereich, den die Maschinen der Lufthansa meiden sollen, sei nun erweitert worden, fügte er hinzu. Von den Änderungen sei aber nicht der gesamte Iran betroffen. Lufthansa fliege die Hauptstadt Teheran weiter an.

Zahlreiche Fluggesellschaften hatten angekündigt, als Konsequenz aus dem Konflikt zwischen Iran und den USA den Luftraum über der Straße von Hormus und dem Golf von Oman bis auf Weiteres nicht mehr zu überfliegen. Darunter ist zum Beispiel die niederländische Fluggesellschaft KLM. Der Grund dafür sei "der Zwischenfall mit der Drohne", erklärte KLM die Vorsichtsmaßnahme. Vorher hatte die US-Luftfahrtbehörde (FAA) amerikanischen Fluggesellschaften verboten, den vom Iran kontrollierten Luftraum über dem See-Gebiet zu durchqueren.

In der Region hatten die iranischen Revolutionsgarden am Donnerstag eine US-Aufklärungsdrohne abgeschossen. Teheran erklärte, das unbemannte Fluggerät habe den iranischen Luftraum verletzt. Das Weiße Haus weist diese Darstellung zurück und sagt, die Drohne habe sich über internationalen Gewässern befunden Washington und Teheran streiten nun darüber, wo genau die Drohne abgeschossen wurde und veröffentlichten voneinander abweichende Koordinaten.

Der Vorfall weckte international neue Sorgen vor einer Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump genehmigte laut einem Bericht der "New York Times" sogar Vergeltungsangriffe auf iranische Ziele, sagte sie kurz darauf aber wieder ab.

Quelle: n-tv.de, hul/AFP/rts

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