Politik
Neben dem Stellenzuwachs sollen laut "Spiegel" auch die Abteilung Spionageabwehr, Geheim- und Sabotageschutz sowie die für Islamismus und islamistischen Terrorismus umstrukturiert werden.
Neben dem Stellenzuwachs sollen laut "Spiegel" auch die Abteilung Spionageabwehr, Geheim- und Sabotageschutz sowie die für Islamismus und islamistischen Terrorismus umstrukturiert werden.(Foto: dpa)
Samstag, 15. September 2018

2900 neue Verfassungsschützer: Maaßen will Mitarbeiterzahl verdoppeln

Verfassungsschutz-Präsident Maaßen steht derzeit vor allem wegen seines umstrittenen Interviews zu den Ereignissen in Chemnitz im Fokus der Aufmerksamkeit. Der Geheimdienstchef treibt unterdessen auch einen massiven Aus- und Umbau seiner Behörde voran.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) plant einem Bericht zufolge bis 2021 eine Verdopplung seiner Mitarbeiterzahl. Der aktuell mit Rücktrittsforderungen konfrontierte Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen wolle seine Behörde damit strukturell an den Bundesnachrichtendienst (BND) angleichen, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf Informationen aus dem Innenministerium. So solle die Stellenzahl um 2900 auf fast 6000 angehoben werden.

Der Auslandsgeheimdienst BND hat zirka 6500 Mitarbeiter. Dem "Spiegel" zufolge sollen die für Spionageabwehr, Geheim- und Sabotageschutz sowie für Islamismus und islamistischen Terrorismus zuständigen Abteilungen beim BfV umstrukturiert und gestärkt werden. Neben dem Inlandsgeheimdienst BfV gibt es auch in den 16 Bundesländern eigene Verfassungsschutz-Ämter oder -Abteilungen.

Das Bundesinnenministerium äußert sich zu dem Bericht zunächst nicht. In der Bundesregierung fordert der Unions-Koalitionspartner SPD die Ablösung Maaßens wegen dessen Äußerungen im Zusammenhang mit rechten Ausschreitungen in Chemnitz.

Quelle: n-tv.de