Politik

Treffen noch Ende April Machthaber Kim folgt Putins Einladung

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Kim Jong Un und Wladimir Putin treffen noch in diesem Monat persönlich aufeinander.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem geplatzten Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump wird Nordkoreas Machthaber in diesem Jahr mit einem anderen gewichtigen Staatsoberhaupt zusammenkommen. Kim Jong Un wird noch in diesem Monat den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen.

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un wird diesen Monat auf Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin Russland besuchen. Das bestätigte der Kreml. Bereits vor wenigen Tagen hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax bestätigt, dass ein Treffen vorbereitet werde.

Putin will am 26. und 27. April an einem internationalen Forum in Peking teilnehmen. Russland hatte Kim bereits im Mai vergangenen Jahres eingeladen. Damals überreichte Außenminister Sergej Lawrow die Einladung in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Seither war immer wieder über den Zeitpunkt eines Treffens spekuliert worden. Ende Februar hatte Kim US-Präsident Donald Trump getroffen. Die Begegnung war vorzeitig abgebrochen worden. Erst am Donnerstag hatte Trump einen weiteren Gipfel für möglich erklärt.

Moskau setzt sich für eine Lockerung der Sanktionen im Gegenzug für ein Entgegenkommen Pjöngjangs beim umstrittenen Atomprogramm ein. Aktuell geht es nach russischen Medienangaben darum, dass Zehntausende nordkoreanische Gastarbeiter das Land verlassen müssten. Russland und Nordkorea haben eine kleine gemeinsame Grenze.

Russland ist einer der wenigen Verbündeten Nordkoreas. Das letzte Treffen dieser Art fand im Jahr 2011 statt. Damals reiste Kims Vater Kim Jong Il zu Gesprächen mit dem damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew nach Sibirien.

In den festgefahrenen Verhandlungen mit den USA über sein Atomwaffenprogramm hatte Nordkorea gefordert, US-Außenminister Mike Pompeo künftig auszuschließen. Der Leiter des Amerika-Büros im nordkoreanischen Außenministerium, Kwon Jong Gun, warf Pompeo vor, die Gespräche zu behindern und die Würde von Machthaber Kim Jong Un verletzt zu haben.

Für den Fall einer möglichen Wiederaufnahme des Dialogs sei es wünschenswert, Pompeo durch jemand anderen zu ersetzen, der "vorsichtiger und reifer ist, mit uns zu kommunizieren", zitierten staatliche Medien Kwon.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa