Politik

Kritik an US-Regierung Macron befürchtet Spaltung des Westens

386569529.jpg

Vor seinem Treffen mit US-Präsident Biden sprach Macron mit der US-amerikanischen Vizepräsidentin Kamala Harris.

(Foto: picture alliance / Newscom)

Frankreichs Staatschef Macron ist zu Besuch in den USA. Kurz vor seinem Treffen mit Präsident Biden kritisiert er die Subventionspolitik der US-Regierung, die andere Staaten benachteiligen würde, vor allem im Bereich Energie. Es drohe Zersplitterung. Es sei an der Zeit, den gemeinsamen Takt wiederzufinden.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat bei einem Besuch in den USA angesichts jüngster Wirtschaftsentscheidungen der US-Regierung vor einer Spaltung der westlichen Kräfte gewarnt. "Die getroffenen Entscheidungen (...) sind Entscheidungen, die den Westen zersplittern werden", sagte Macron in der französischen Botschaft in Washington.

Mit Blick etwa auf das Gesetz "Inflation Reduction Act" warnte Macron, es würden solch große Unterschiede entstehen, dass zahlreiche Unternehmen nicht mehr in Europa investieren würden. Mit dem Gesetz will die Regierung von US-Präsident Joe Biden ihre Industrie ankurbeln und gegenüber ausländischen Wettbewerbern bevorzugen. Subventionen und Steuergutschriften sind daran geknüpft, dass Unternehmen US-Produkte verwenden oder selbst in den USA produzieren.

Macron: Koordination zwischen USA und Europa stärken

"Das, was die letzten Monate passiert ist, ist eine Herausforderung für uns", sagte Macron, "weil wir beginnen, bei Energiethemen auseinanderzugehen, und die Kosten des Kriegs in Europa und den USA nicht die gleichen sind." Der französische Präsident mahnte, es brauche Koordination. Die eigene Agenda müsse wieder mit den Vorhaben der USA in Takt gebracht werden. Er wolle Europa dazu bewegen, schneller voranzugehen, um dann mit den USA zusammenzuarbeiten, damit keine wirtschaftliche Feindseligkeit ausbreche. Es sei nötig, wirklich Hand in Hand zu arbeiten, mahnte er.

Macron ist derzeit zu einem Staatsbesuch in den USA. Biden will ihn an diesem Donnerstag im Weißen Haus empfangen.

Quelle: ntv.de, bek/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen