Politik

"Hat sich für Krieg entschieden" Macron kann bei Putin nichts erreichen

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Macron hat sich in der Krise häufig als Vermittler erboten. Doch nun kann er bei Putin nichts mehr erreichen.

(Foto: picture alliance / Russian Look)

Mit dem ukrainischen Präsidenten spricht Wladimir Putin nicht, also sucht sein französischer Amtskollege Macron den direkten Draht zum Kremlchef. Doch der ist offenbar wenig empfänglich für Vermittlungsbemühungen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sein Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin als "offen, direkt und kurz" bezeichnet. Er habe Putin in dem Gespräch auf Bitten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgefordert, die Kämpfe in der Ukraine so rasch wie möglich zu beenden, sagte Macron am frühen Freitagmorgen nach einem EU-Krisengipfel in Brüssel.

Mit Verweis auf den anhaltenden Krieg in der Ukraine räumte Macron ein: "Es hat keine Wirkung gezeigt, das sehen Sie im Moment ganz deutlich, da der russische Präsident den Krieg gewählt hat." Er habe Putin dazu aufgefordert, zu diskutieren, mit Selenskyj zu sprechen, sagte Macron. Selenskyj selbst erreiche Putin schließlich nicht. Es sei seine Verantwortung, eine solche Initiative zu ergreifen, wenn sie von der Ukraine erbeten werde.

"Putin hat sich für den Krieg entschieden", führte Macron aus. "Und daraus müssen wir die Konsequenzen ziehen." Macron warb dafür, das russische Vorgehen zu verurteilen und zu sanktionieren, aber zugleich den Weg des Gesprächs offen zu halten, damit ein Ende der Feindseligkeiten erreicht werden könne, wenn die Bedingungen erfüllt seien. Macron ist der erste westliche Politiker, der mit Putin nach dessen international scharf kritisierten Einsatzbefehl gesprochen hat. Der Kreml hatte das Gespräch am Donnerstagabend bekannt gemacht.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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