Politik

Nach Trump-Juncker-Deal Macron lehnt Handelsabkommen ab

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Der französische Präsident ist von der Einigung zwischen Juncker und Trump nicht ganz so entzückt.

(Foto: REUTERS)

Frankreichs Staatspräsident Macron sieht die Einigung zwischen US-Präsident Trump und EU-Kommissionschef Juncker kritisch. Ein großes Handelsabkommen zwischen den USA und Europa empfinde er, so Macron, derzeit unpassend.

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron lehnt ein umfassendes Handelsabkommen zwischen der EU und den USA ab. Die Umstände ließen ein Abkommen wie das gescheiterte TTIP-Projekt nicht zu, sagte Macron. Er erwarte zudem von den USA klare Gesten im Hinblick auf die zusätzlichen Zölle auf Stahl und Aluminium, die auch von den Europäern erhoben werden. Zudem sollte die Landwirtschaft in den Verhandlungen zwischen den USA und der EU ausgeklammert werden.

US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatten sich am Mittwoch überraschend darauf geeinigt, auf eine Verhängung weiterer Sonderzölle zu verzichten und über eine Öffnung der Märkte zu verhandeln.

Auch der französische Finanzminister Bruno Le Maire hatte sich am Donnerstag zurückhaltend über die Einigung geäußert. Er sagte, dass noch Klärungsbedarf bestehe. Über Handel müsse auf einer klaren Grundlage und nicht unter Druck verhandelt werden.

Auch Le Maire pochte darauf, keine umfassenden Verhandlungen über Handelsangelegenheiten einzutreten. Ein Handelsabkommen müsse auf Gegenseitigkeit beruhen. Auch er betonte, dass die Landwirtschaft ausgeklammert werden müsse

Quelle: ntv.de, kpi/dpa/rts