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Autoritäre Mächte an der Grenze Macron wirbt für "wahre" Europaarmee

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Deutschland und Frankreich wären Rückgrat einer Europaarmee. Im französischen Illkirch gibt es bereits eine deutsch-französische Brigade.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der französische Präsident sieht an den europäischen Grenzen ausländische Mächte aufziehen, neben Russland auch die USA. Als Schutz empfiehlt er eine gemeinsame europäische Armee. Ansonsten könne Europa nicht verteidigt werden.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den Aufbau einer europäischen Armee gefordert. Ohne eine "wahre europäische Armee" könnten die Europäer nicht verteidigt werden, sagte er in einem Interview mit dem Radiosender Europe 1. Mit Blick auf "Russland, das an unseren Grenzen steht und das zur Bedrohung werden könnte", dürften sich die Europäer "nicht allein auf die USA verlassen".

Macron begründete seine Forderung mit der Warnung vor "autoritären Mächten, die an den Grenzen Europas aufsteigen und die sich wieder bewaffnen". Europa müsse sich verteidigen "mit Blick auf China, auf Russland und sogar auf die USA".

Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Rückzug aus dem INF-Abrüstungsvertrag mit Russland sei eine Gefahr für Europa. "Wer ist das Hauptopfer?", fragte Macron rhetorisch. "Europa und seine Sicherheit."

Bereits im vergangenen Jahr hatte der französische Präsident angeregt, bis 2020 in Europa eine "gemeinsame Interventionstruppe" für Kriseneinsätze zu schaffen. Er schlug zudem ein gemeinsames Verteidigungsbudget und ein gemeinsames militärisches Konzept vor.

Die Bundesregierung reagierte damals zunächst zurückhaltend. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sagte, Macrons Vorschläge seien "kein Projekt unmittelbar für morgen". Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich später allerdings offener: "Ich stehe Präsident Macrons Vorschlag einer Interventionsinitiative positiv gegenüber", sagte sie im Juni der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Eine europäische Interventionstruppe müsse aber in die bestehende "Struktur der verteidigungspolitischen Zusammenarbeit" der EU eingefügt werden.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP

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