Politik

Keine Neuwahlen geplant Maduro weist EU-Ultimatum zurück

Sechs EU-Staaten setzen Venezuelas Staatschef eine Frist, bis zu der er Neuwahlen ausrufen soll - andernfalls wollen sie Interimspräsident Guaidó anerkennen. Kurz vor Ablauf des Ultimatums stellt Maduro nun klar: Er wird sich dem Druck nicht beugen.

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat ein Ultimatum mehrerer EU-Staaten unmittelbar vor Verstreichen der Frist zurückgewiesen. Maduro sagte dem spanischen Sender La Sexta, er werde angesichts des Drucks keine Feigheit an den Tag legen. "Ich weigere mich, Wahlen auszurufen", sagte Maduro in einem im Fernsehsender Antena 3 ausgestrahlten Interview. Die nächste Präsidentschaftswahl werde 2024 stattfinden. "Uns interessiert nicht, was Europa sagt."

Deutschland und mehrere weitere EU-Staaten hatten Maduro bis Mitternacht Zeit gegeben, neue Präsidentschaftswahlen anzusetzen. Ansonsten wollen sie seinen Rivalen Juan Guaidó als Interimspräsidenten anerkennen.

Maduro hatte am Wochenende vor seinen Anhängern eine vorgezogene Neuwahl des Parlaments noch in diesem Jahr angekündigt. Die Forderung der EU-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Niederlande, Österreich und Portugal erfüllte er damit aber ebenso wenig wie die der venezolanischen Opposition. Diese bestehen darauf, dass so bald wie möglich ein neuer Staatschef gewählt wird.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP

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