Politik

Islamistische Motivation vermutetMänner sollen Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Bayern geplant haben

13.12.2025, 21:38 Uhr
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Dingolfing liegt zwischen Regensburg und München. (Foto: dpa)

In Bayern ist offenbar ein Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt verhindert worden. Die Polizei nimmt mehrere Männer fest. Sie sollen geplant haben, mit einem Auto Menschen zu töten. Einer der Verdächtigen soll in einer Moschee zu einem Angriff aufgerufen haben.

Wegen mutmaßlicher Anschlagspläne auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing in Niederbayern sind fünf Männer festgenommen worden. Gegen vier von ihnen ergingen Haftbefehle, einer wurde in Präventivgewahrsam genommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte. Sie geht derzeit von einer islamistischen Motivation aus. Der Anschlag sollte demnach mit einem Fahrzeug durchgeführt werden.

Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen 56-jährigen Ägypter, einen 37-jährigen Syrer und drei Marokkaner im Alter von 22, 28 und 30 Jahren. Der Ägypter soll laut derzeitigem Ermittlungsstand in einer Moschee im Raum Dingolfing-Landau zu einem Anschlag aufgerufen haben, "um möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen", erklärte die Generalstaatsanwaltschaft. Dies werde als Versuch der "Bestimmung zum Mord" gewertet. Die drei Marokkaner sollen demnach bereit gewesen sein, den Anschlag auszuführen. Ihnen werde vorgeworfen, sich zum Mord bereiterklärt zu haben, hieß es weiter. Der Syrer soll die Männer demnach in ihrem Entschluss bestärkt haben.

Die Festnahmen erfolgten bereits am Freitag, am Samstag wurden die Männer dem Haftrichter vorgeführt. Der Hinweis auf die Pläne soll nach Informationen der "Bild"-Zeitung von einem ausländischen Geheimdienst gekommen sein. Das dementierte die Generalstaatsanwaltschaft aber. Deren Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus hatte den Einsatz geleitet, an dem unter anderem auch das Landesamt für Verfassungsschutz beteiligt war.

Für wann der mögliche Anschlag geplant war und wie konkret die Pläne waren, ist bislang offen. Um Aussagen dazu zu treffen, sei die Situation noch zu frisch, hieß es von der Generalstaatsanwaltschaft. Deren Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus hatte den Einsatz geleitet, an dem unter anderem auch das Landesamt für Verfassungsschutz beteiligt war. Unklar ist bislang auch, welcher Weihnachtsmarkt das Ziel werden sollte. In Dingolfing selbst gab es einen Nikolausmarkt, der endete allerdings bereits am 7. Dezember, genauso wie der Weihnachtsmarkt im nahegelegenen Landau. Der Landrat von Dingolfing-Landau, Werner Bumeder, sagte der Mediengruppe Bayern, er sei erst vor Kurzem informiert worden und könne nicht mehr Einzelheiten sagen, auch nicht, ob die Verdächtigen im Landkreis gewohnt hätten.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann dankte allen Beteiligten. "Dank der hervorragenden Zusammenarbeit unserer Sicherheitsbehörden konnten in kürzester Zeit mehrere Tatverdächtige festgenommen und damit ein potenziell islamistisch motivierter Anschlag in Bayern verhindert werden", sagte der CSU-Politiker. Die Hintergründe müssten nun aufgehellt werden.

Quelle: ntv.de, chl/dpa

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