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Trumps Ex-Berater verurteilt Manafort muss weitere Jahre ins Gefängnis

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Im Prozess bekannte sich Paul Manafort schuldig.

(Foto: picture alliance/dpa)

Erst vergangene Woche wird Manafort zu 47 Monaten Haft verurteilt. Nun folgt das nächste Urteil gegen den früheren Wahlkampfmanager von US-Präsident Trump. Wegen Zeugenbeeinflussung und Verschwörung muss er jetzt insgesamt siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis.

Ein Gericht in der US-Hauptstadt Washington hat den früheren Wahlkampfmanager von Präsident Donald Trump, Paul Manafort, zu zusätzlich dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Das berichteten der Sender MSNBC und das "Wall Street Journal" übereinstimmend. Das Urteil der Richterin Amy Berman Jackson sieht demnach weitere 43 Monate Haft für Manafort vor. Er muss damit insgesamt für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis.

Das jetzige Strafmaß kommt zu einer bereits vergangene Woche in einem anderen Fall gegen Manafort verhängte Haftstrafe von 47 Monaten hinzu. In diesem Fall war Manafort wegen Steuer- und Bankenbetrugs verurteilt worden. Die Urteile gegen Manafort basieren auf den Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller, der seit Mai 2017 den Verbindungen von Trump-Mitarbeitern zu Russland nachspürt.

Verurteilt wurde Manafort allerdings nicht für seine Tätigkeit für den US-Präsidenten, sondern im Zusammenhang mit seiner früheren Arbeit für russlandfreundliche Politiker in der Ukraine. Er hatte diese Lobbyisten-Tätigkeiten und die daraus sprudelnden Millioneneinnahmen vor den US-Behörden verborgen.

Manaforts zweifelhafter Ruf

Im aktuellen Prozess hatte sich Manafort zudem der Zeugenbeeinflussung und der Verschwörung gegen die USA für schuldig bekannt und ursprünglich dazu bereit erklärt, mit Mueller zu kooperieren. Nach Überzeugung des Gerichts belog er die Ermittler allerdings und verstieß damit gegen eine Vereinbarung zur Strafminderung. Während der Verhandlung hatte sich Manafort für sein Verhalten entschuldigt. "Was ich getan habe und auch alle Handlungen, die uns heute hierhergebracht haben, tun mir leid", sagte er.

Manafort hat jahrzehntelang als Lobbyist und Politikberater gearbeitet und sich dabei einen zweifelhaften Ruf erarbeitet. Zu seinen Klienten zählten Diktatoren und Regime in Afrika, Asien und Südamerika. Mehrere Jahre lang machte er Lobbyarbeit für den ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Trump holte Manafort im März 2016 in sein Wahlkampfteam und machte ihn im Juni zum Leiter. Schon im August musste er allerdings wieder gehen. Hintergrund waren seine finanziellen Verstrickungen in der Ukraine.

Am 30. Oktober 2017 wurde der ehemalige Wahlkampfmanager dann festgenommen. Er ist einer von sechs Männern aus Trumps Umfeld, gegen die im Zuge von Muellers Untersuchungen Anklage erhoben wurde. Er sitzt bereits seit Juni 2018 in Untersuchungshaft.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa/AFP

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