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Bluttat in Charleroi Mann greift Polizistinnen mit Machete an

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Sicherheitskräfte sichern nach dem Angriff den Tatort.

(Foto: REUTERS)

In Charleroi geht ein ein Mann vor einer Polizeiwache mit einer Machete auf zwei Polizistinnen los. Eine der Frauen wird schwer verletzt, der Angreifer mit einem Schuss niedergestreckt. Die belgische Regierung spricht von "terroristischen Bezügen".

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In der belgischen Stadt Charleroi hat ein Mann zwei Polizistinnen mit einer Machete angegriffen und verletzt. Die Polizei der Stadt teilte auf Twitter mit, der Angreifer habe während der Attacke "Allahu Akbar" gerufen - "Gott ist groß". Ein dritter Polizist schoss den Mann nieder. Er verstarb nach Angaben der Polizei wenig später in einem Krankenhaus.

Der Angriff ereignete sich vor einer Polizeihauptwache in der Stadt. Laut Polizei traf der Angreifer gegen 16.00 Uhr ein. "Er hat sofort eine Machete aus einer mitgeführten Sporttasche gezogen und heftig auf die Gesichter der beiden Polizistinnen eingeschlagen", die vor der Hauptwache standen, sagte ein Polizeisprecher dem belgischen TV-Sender RTL-TVI.

Eine der beiden Polizistinnen erlitt den Angaben zufolge schwere Verletzungen im Gesicht. Lebensgefahr soll nicht bestehen. Die zweite Beamtin wurde leicht verletzt.

Das belgische IS-Problem

Der Täter sei "noch nicht identifiziert", sagte Regierunsgchef Charles Michel gegenüber RTL-TVI. Es handele sich offenbar "erneut um einen Angriff mit einem terroristischen Bezug". Ermittlungen seien im Gange.

Bei islamistischen Anschlägen waren im März am Brüsseler Flughafen und in einem U-Bahnhof im EU-Viertel 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Auch die Spur der Attentäter von Paris, wo im November 130 Menschen getötet wurden, führte nach Belgien.

Gemessen an der Bevölkerung ist Belgien das Land in der Europäischen Union, aus dem die meisten Dschihadisten nach Syrien gehen, um sich dem Islamischen Staat anzuschließen. Laut Innenministerium reisten 457 belgische Staatsangehörige nach Syrien und in den Irak aus, um dort zu kämpfen.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP/dpa

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