Politik

Söder ist sich sicher Maskenpflicht kommt "höchstwahrscheinlich"

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Auch ohne Pflicht sind schon viele Menschen mit Masken unterwegs.

(Foto: imago images/Arnulf Hettrich)

Mit Blick auf die Osterferien und das schöne Wetter appeliert der bayrische Ministerpräsident Söder an die Geduld der Bevölkerung. Gleichzeitig deutet er eine Verlängerung der Anti-Corona-Maßnahmen an, die könne es aber kaum ohne eine Maskenpflicht geben.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erwartet im Zuge der Corona-Krise eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken. "Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben", sagte der CSU-Chef in München im Anschluss an eine Kabinettssitzung. Dies sehe er als hochwahrscheinlich an.

Söder hat die Bevölkerung in Bayern außerdem auf eine Verlängerung zumindest eines Teils der Einschränkungen in dem Bundesland über den 19. April hinaus vorbereitet. "Nach Ostern werden Perspektiven entwickelt und abgestimmt", sagte er. "Wir sollten jetzt nicht zu frühzeitig die Dinge lockern."

Söder verwies auf die Entscheidungen der Regierung in Österreich, die einen Großteil der dortigen Einschränkungen verlängerte, gleichzeitig aber auch schrittweise Lockerungen etwa beim Öffnen von Läden ankündigte. Er habe "Sympathie für das Wiener Modell", sagte Söder. "Wir brauchen Stufen und wir brauchen Zeitachsen." Es müsse gemeinschaftlich diskutiert werden, ob und welche Geschäfte in Deutschland wieder geöffnet werden könnten. Dabei müssten dann aber Regeln etwa zu Abständen oder zur Desinfektion eingehalten werden.

Als problematisch bezeichnete Söder Änderungen der derzeitigen Beschränkungen in Bereichen, in denen das Abstandnehmen schwierig ist - konkret in der Gastronomie, in Klubs, Diskotheken, Hotels und auch bei größeren Veranstaltungen.

Eine vollständige Öffnung der Schulen nach dem Ende der Osterferien erscheint nach den Äußerungen Söders zugleich zunehmend unwahrscheinlich. Er forderte, im Schulwesen "ganz besonders sensibel" zu entscheiden. Die Schulschließungen hätten sich unmittelbar positiv ausgewirkt und zu niedrigeren Infektionszahlen geführt. Söder hob vor allem hervor, dass die Schüler aus Abschlussklassen ihren Abschluss machen können sollen. Das müsse aber nicht mehr unbedingt mit Unterricht verbunden sein.

Quelle: ntv.de, jki/AFP/dpa