Mögliche Folgen des Iran-KriegsMehr als jeder zweite Deutsche befürchtet Weltwirtschaftskrise

Die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran spalten die Bundesrepublik. Etwa die Hälfte der Deutschen sorgt sich wegen des Verlaufs des Kriegs im Nahen Osten. Laut einer Forsa-Umfrage zählen zu den Sorgen eine mögliche Ausweitung des Konflikts und wirtschaftliche Konsequenzen.
Verfolgen die Vereinigten Staaten während ihres Kriegs im Iran ein klares Ziel? Diese Frage verneinen Regierungsmitarbeiter in US-Medien. Genauso sieht dies mehr als die Hälfte der Deutschen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/ntv-Trendbarometer geben 57 Prozent der Bundesbürger an, der US-Regierung fehle bei ihren Angriffen auf den Iran eine eindeutige Zielsetzung. Nur eine Minderheit von 38 Prozent der Bundesbürger glaubt, dass die USA genau wissen, was sie mit ihren Angriffen auf den Iran am Ende erreichen wollen. Von einem klar definierten Ziel geht mit 62 Prozent die Mehrheit der AfD-Anhänger aus.
Wenn der Regierung von US-Präsident Donald Trump Ziele fehlen, ist auch das Ausmaß des Konflikts noch unklar. Dass sich der Krieg im Nahen Osten auch noch auf weitere Staaten ausweiten wird, befürchtet genau die Hälfte der Bundesbürger. 43 Prozent glauben hingegen, dass der Krieg auf den Nahen Osten begrenzt bleibt. Eine Ausweitung des Kriegs über den Nahen Osten hinaus erwarten vor allem die Anhänger der AfD mit 63 Prozent.
Die unvorhersehbare Lage im Nahen Osten weckt in der deutschen Bevölkerung weitere Befürchtungen. Mit 53 Prozent glaubt etwas mehr als die Hälfte der Bundesbürger, dass der Krieg im Nahen Osten aufgrund von Engpässen bei der Energielieferung und steigenden Ölpreisen zu einer weltweiten Wirtschaftskrise führen könnte. 45 Prozent glauben das nicht.
Eine Weltwirtschaftskrise infolge des Kriegs im Nahen Osten befürchten mit 64 Prozent überdurchschnittlich häufig die Ostdeutschen. In Westdeutschland teilen diese Sorge nur 51 Prozent.
Die Daten wurden am 6. und 9. März erhoben. Datenbasis: 1005 Befragte. Fehlertoleranz: plus/minus 3 Prozentpunkte.
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