Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Mehrheit glaubt nicht, dass die Impfpflicht kommt

Eine Mehrheit der Deutschen ist weiterhin für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht für Erwachsene - aber die meisten Bundesbürger glauben nicht, dass es tatsächlich eine solche Regelung geben wird.

Gut die Hälfte der Deutschen glaubt, dass es keine Impfpflicht gegen Corona geben wird. Auf die Frage, ob es in Deutschland zu einer allgemeinen Impfpflicht für Erwachsene kommen werde, sagen 52 Prozent im RTL/ntv-Trendbarometer nein. 42 Prozent glauben, dass die Impfpflicht kommt.

Die Annahme, ob es zu einer Impfpflicht kommt, ist unter den Anhängern der Parteien unterschiedlich stark verbreitet. So gehen 46 Prozent der SPD-Anhänger davon aus, dass die Impfpflicht kommt; ebenso viele glauben das nicht. Bei den Grünen-Anhängern sagen 50 Prozent, dass die Impfpflicht kommt. 44 Prozent sagen auf die entsprechende Frage nein. Die Anhänger aller anderen Parteien sind mehrheitlich der Auffassung, dass keine Impfpflicht kommt.

Mehrheit weiter für Impfpflicht

Dabei ist die Mehrheit der Deutschen für eine solche Regelung. Der Aussage, es sollte eine allgemeine Impfpflicht für Erwachsene geben, stimmen 69 Prozent zu. Das sind vier Prozentpunkte weniger als eine Woche zuvor. 26 Prozent sind gegen eine solche Impfpflicht.

Die Impfpflicht wird von den Anhängern fast aller Parteien mehrheitlich befürwortet. Nur AfD-Anhänger sind zu 76 Prozent gegen eine Impfpflicht. Unter den FDP-Anhängern sind 65 Prozent für eine Impfpflicht. In der Vorwoche waren es noch 60 Prozent.

Angesichts der steigenden Infektionszahlen halten aktuell 59 Prozent der Befragten einen generellen Lockdown einschließlich Schließung von Geschäften, Clubs und Freizeiteinrichtungen, Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen und eines Verbots größerer Veranstaltungen für richtig. 38 Prozent sind dagegen. Ein genereller Lockdown wird mehrheitlich von FDP-Anhängern (64 Prozent) und AfD-Anhänger (71 Prozent) abgelehnt. Die Anhänger aller anderen Parteien sind mehrheitlich dafür - am stärksten die der SPD mit 70 Prozent, am wenigsten die der Linken mit 50 Prozent.

Zufriedenheit mit Lauterbach nimmt ab

52 Prozent der Deutschen sind mit dem bisherigen Corona-Krisenmanagement von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zufrieden. Das sind etwas weniger als noch in der Erhebung vom 7. bis 10. Januar, als sich 59 Prozent zufrieden geäußert hatten. 44 Prozent sind mit Lauterbachs Krisenmanagement weniger oder gar nicht zufrieden.

Am zufriedensten sind weiterhin die Anhänger der SPD (89 Prozent) und der Grünen (77 Prozent). Von den Anhängern der FDP sind mit 51 Prozent deutlich weniger zufrieden. Von den Unionsanhängern zeigen sich 57 Prozent, von den Anhängern der Linken 41 Prozent und den Anhängern der AfD nur 19 Prozent zufrieden mit dem Corona-Management des Gesundheitsministers.

Die Daten wurden vom 20. bis 21. Januar 2022 vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland erhoben. Datenbasis: 1005 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-3 Prozentpunkte.

Quelle: ntv.de, hvo

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