Politik

First Lady unterstützt Ehemann Melania lobt Trumps "absolute Ehrlichkeit"

Die sonst so zurückhaltende First Lady setzt sich beim Parteitag der Republikaner vehement für eine zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ein. Auf Angriffe gegen dessen Herausforderer Biden verzichtet sie - das übernimmt Sohn Eric.

Am zweiten Tag des Parteitags der Republikaner hat sich First Lady Melania Trump für die Wiederwahl ihres Mannes, US-Präsident Donald Trump, starkgemacht. "Wir brauchen meinen Ehemann noch weitere vier Jahre als Präsident. Er ist das Beste für unser Land, er macht keine Geheimnisse aus dem, was er denkt. Absolute Ehrlichkeit ist das, was wir von einem Präsidenten brauchen. Ich glaube an die Führungsqualitäten von meinem Ehemann, uns erneut zur größten Wirtschaftsnation zurückzuführen", sagte sie in ihrer Ansprache auf dem ansonsten weitgehend virtuellen Parteitag aus dem Rosengarten des Weißen Hauses vor Publikum.

Zudem wandte sie sich an die republikanischen Wähler und bedankte sich, dass sie bei der Wahl 2016 einem Geschäftsmann vertraut haben, der "zuvor nichts mit Politik zu tun hatte". "Wir werden geehrt sein, dem Land weitere vier Jahre zu dienen", ergänzte die First Lady.

Auch Außenminister Mike Pompeo lobte Trumps Führung und plädierte für eine weitere Amtsperiode des amtierenden Präsidenten. "Dieser Präsident hat mutige Initiativen in fast allen Teilen der Welt geleitet", sagte Pompeo vom einem Dach mit der Skyline Jerusalems im Hintergrund. Ihm wird nachgesagt, selbst Ambitionen für eine Kandidatur 2024 zu hegen.

Während die First Lady und Pompeo auf Verbalscharmützel in Richtung Herausforderer Joe Biden verzichtete, hielt sich Präsidentensohn Eric Trump nicht zurück. Er warf Biden vor, eine Marionette der radikalen Linken zu sein. Die USA hätten den Faschismus und den Kommunismus besiegt. Bei der Wahl am 3. November würden sie "die leeren, repressiven und radikalen Ansichten der extremen Linken besiegen". Vor seinem Vater habe sich niemand für die "stille Mehrheit" im Land eingesetzt, sagte Eric Trump. Politiker sowohl der Demokraten als auch der Republikaner vor Trump hätten sich "mehr darum gesorgt, wie sie von den Eliten in Paris empfangen werden als darüber, wie Amerikaner für ihre Familien in Pittsburgh sorgen werden".

Trump rührt fleißig die Wahlkampftrommel

Trump nutzte in der Zwischenzeit die Macht seines Amtes, um in vorab im Weißen Haus aufgezeichneten Segmenten Wahlkampf zu betreiben. Er unterzeichnete eine Begnadigung für einen verurteilten Afroamerikaner, der ein Rehabilitationsprogramm für Straftäter ins Leben rief. Später verlieh Trump fünf Einwanderern die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. "Sie sind jetzt Mitbürger der größten Nation, herzlichen Glückwunsch. Es gibt keine höhere Ehre oder Privileg als die amerikanische Staatsbürgerschaft und ich fühle mich geehrt, Ihr Präsident zu sein", sagte Trump.

Die Auftritte wurden von Demokraten kritisiert: Sie sehen in der Nutzung des Weißen Hauses und dem Auftritt Pompeos während einer offiziellen Reise nach Jerusalem einen Verstoß gegen ein Wahlwerbeverbot ("Hatch Act") aus dem Jahr 1939, der eine Wahlbeeinflussung durch Regierungsangestellte verhindern soll. 70 Tage vor den Wahlen am 3. November liegt der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden vor Trump.

Quelle: ntv.de, mba/rts