Politik

Umfrage zu Führung in der Krise Merkel bekommt die Top-Bewertung

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In der repräsentativen Umfrage erhielt Merkel 74 von 100 Punkten.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wie die Deutschen Führungserfahrung und Durchsetzungskraft der Politiker in der Coronavirus-Krise bewerten, hat das Umfrageinstitut Forsa gefragt. Angela Merkel führt die Liste an. Aber auch SPD-Politiker kommen gut weg.

In der Coronavirus-Krise bewerten die Deutschen die Führungserfahrung und Durchsetzungskraft der Kanzlerin mit den besten Werten aller Politiker. Wie eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv ergibt, schneidet Angela Merkel mit einer Bewertung von 74 Punkten auf einer Skala von 0 bis 100 von allen Politikern am besten ab. Knapp dahinter folgen CSU-Chef Markus Söder (72 Punkte) und Finanzminister Olaf Scholz (63 Punkte). Der Vizekanzler hat den besten Wert aller SPD-Politiker. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn liegt mit 59 Punkten auf dem vierten Platz. Am Ende der Liste stehen Familienministerin Franziska Giffey (46 Punkte), Kanzleramtschef Helge Braun (45 Punkte) und als Schlusslicht Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (36 Punkte).

Das Meinungsforschungsinstitut schreibt zu der Untersuchung, es sei auffällig, wie sehr sich die Bewertung der Politiker aus Sicht von Anhängern der AfD von der Einschätzung der Anhänger anderer Parteien unterscheidet. So schätzen Befragte mit AfD-Wahlpräferenz die Durchsetzungskraft von Söder am höchsten ein (48 Punkte). Merkel erhält bei den AfD-Anhängern im Schnitt nur 24 Punkte, Scholz 29. Insgesamt bewerten Wähler der rechten Partei alle Politiker deutlich schlechter.

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Seit Ausbruch der Coronavirus-Krise verzeichnen die Regierungsparteien Union und SPD allerdings teils deutlich steigende Umfragewerte. Während CDU und CSU Anfang März im ebenfalls von Forsa ermittelten RTL/ntv-Trendbarometer bei 26 Prozentpunkten lagen, stiegen sie bis zum vergangenen Wochenende auf 37 Prozentpunkte. Die SPD verbesserte sich im selben Zeitraum von 14 auf 17 Prozentpunkte.

Mit zum Teil drastisch fallenden Umfragewerten haben dagegen die Oppositionsparteien zu kämpfen. Für die Linke ging es seit Anfang März von 10 auf 8 Prozentpunkte, für die FDP von 7 auf 6 und für die AfD von 11 auf 9 Zähler. Die mit Abstand größten Verluste verzeichnen jedoch die Grünen, die seit Anfang März von 24 - damals zweitstärkste Kraft - auf 16 Prozentpunkte abgestürzt sind.

Quelle: ntv.de, bdk