Politik

"Besonders widerwärtig" Merkel geht von Terroranschlag aus

Kanzlerin Merkel sagt, der Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin werde bestraft, "so hart es unsere Gesetze verlangen". Sie betont zugleich: "Wir wollen nicht damit leben, dass uns die Angst vor dem Bösen lähmt."

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Todesfahrt eines Lkw auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin als Terroranschlag bezeichnet. "Wir müssen nach jetzigem Stand von einem terroristischen Anschlag ausgehen", sagte Merkel.

Sie sprach von einer grausamen und unbegreiflichen Tat, die bestraft werde, "so hart es unsere Gesetze verlangen". Merkel sagte, sie denke in diesen Stunden zu allererst an die Toten und Verletzten. Ein ganzes Land sei in Trauer vereint. Außerdem dankte sie den Rettungskräften, den Polizisten, Feuerwehrleuten, Ärzten und Sanitätern "für ihren schweren Einsatz".

Merkel betonte zugleich: "Wir wollen nicht damit leben, dass uns die Angst vor dem Bösen lähmt." Auf Weihnachtsmärkte werde man nicht verzichten. "Auch wenn es in diesen Stunden schwer fällt: Wir werden die Kraft finden für das Leben, wie wir es in Deutschland leben wollen: frei, miteinander und offen."

Noch wisse man vieles über die Tat nicht mit der nötigen Gewissheit, sagte die Kanzlerin. Es wäre besonders schwer zu ertragen, "wenn sich bestätigen würde, dass ein Mensch diese Tat begangen hat, der in Deutschland um Schutz und Asyl gebeten hat". Dies wäre "besonders widerwärtig gegenüber den vielen, vielen Deutschen, die tagtäglich in der Flüchtlingshilfe engagiert sind und gegenüber den vielen Menschen, die unseren Schutz tatsächlich brauchen und die sich um Integration in unser Land bemühen".

Quelle: ntv.de, hvo/dpa/rts