Politik

Nach Amoklauf von El Paso Mexiko kündigt "rechtliche Schritte" an

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Ermittler vor dem Einkaufszentrum in El Paso, in dem ein Weißer offenbar aus rassistischen Motiven Dutzende Menschen erschossen hat.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Massaker im texanischen El Paso, bei dem mehrere Mexikaner sterben, ruft die mexikanische Regierung auf den Plan. Sie spricht von "fremdenfeindlicher Barbarei", fordert ein Ende der Hetz-Rhetorik. Außenminister Ebrard reicht das aber noch nicht.

Das Massaker im texanischen El Paso hat zu scharfen Reaktionen der mexikanischen Regierung geführt. Vize-Außenminister Jesus Seade verurteilte den offenbar rassistisch motivierten Angriff: "Solche mutwilligen Taten der fremdenfeindlichen Barbarei haben keinen Platz in der heutigen Welt", schrieb er auf Englisch auf Twitter. Diese entstünden jedoch nicht in einem Vakuum. Die Rhetorik, die sie anstachele, müsse komplett eingestellt werden.

Außenminister Marcelo Ebrard kündigte zudem rechtliche Schritte an, um seine Landsleute in den USA besser zu schützen. Einzelheiten werde er im Laufe des Tages bekannt geben. Ebrard zufolge wurden neun Mexikaner bei der Schießerei am Samstag verletzt. Früheren Angaben nach waren drei Mexikaner unter den Toten.

Der mutmaßliche Täter, ein 21-jähriger weißer Mann, hatte das Feuer in einem Einkaufszentrum in der Grenzstadt eröffnet und dabei 20 Menschen getötet. Er wurde mittlerweile festgenommen. Erste Erkenntnisse deuteten auf ein Hispanic-feindliches Motiv hin, die US-Bundesbehörden stuften die Tat als ein Fall von Inlandsterrorismus ein. Einige Kritiker von Präsident Donald Trump - darunter Demokraten - gaben dem Republikaner wegen seiner Wortwahl etwa bei der Debatte über den Umgang mit Migranten aus Lateinamerika eine Mitverantwortung für den Angriff. Trump hatte unterdessen das Massaker in El Paso verurteilt.

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Quelle: n-tv.de, bad/rts

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