"Ziehen sie nicht in Erwägung"Mexikos Präsidentin Sheinbaum glaubt nicht an Invasion der USA

Am Wochenende nimmt das US-Militär Venezuelas Machthaber Maduro gefangen. Kurz darauf kündigt US-Präsident Trump an, derartige Missionen seien auch in anderen Ländern denkbar. Mexikos Staatschefin Sheinbaum geht jedoch davon aus, dass Trump ihr Nein respektiert.
Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum geht nach eigenen Angaben ungeachtet jüngster Aussagen ihres US-Amtskollegen Donald Trump nicht von einem Einmarsch der USA aus. "Ich glaube nicht, dass es eine Invasion geben wird", sagte Sheinbaum. "Ich glaube nicht einmal, dass es etwas ist, das sie ernsthaft in Erwägung ziehen."
Trump habe zwar mehrmals darauf bestanden, dass die US-Armee in Mexiko einmarschieren dürfe. "Wir haben sehr entschieden Nein gesagt - erstens, weil wir unsere Souveränität verteidigen, und zweitens, weil es nicht notwendig ist." Mexiko sei ein souveränes Land, das mit den USA im Kampf gegen den Drogenschmuggel und in Sicherheitsfragen zusammenarbeite.
Trump hatte am Wochenende einen Militäreinsatz in Mexiko zur Bekämpfung von Drogenkartellen angedeutet. Dem Sender Fox News sagte er, nicht Sheinbaum habe die Kontrolle in Mexiko, sondern die Drogenkartelle. "Sie hat große Angst vor den Kartellen", behauptete Trump. Die USA hätten mehrfach angefragt, ob Sheinbaum wolle, dass man diese ausschalte, aber sie habe Nein gesagt. "Also müssen wir bezüglich Mexiko etwas unternehmen", sagte Trump dem Sender unter Verweis auf die Drogentoten in den USA. Die Aussagen fielen vor dem Hintergrund des jüngsten US-Militäreinsatzes in Venezuela, bei dem Präsident Nicolas Maduro gefangengenommen und in die USA gebracht wurde.
"Raketen nach Mexiko"
Trump hat bereits seit Längerem ein militärisches Vorgehen gegen die in Mexiko operierenden Drogenkartelle angedeutet. Kurz nach seiner Rückkehr ins Präsidentenamt im vergangenen Jahr stufte seine Regierung das Sinaloa-Kartell und andere Drogenbanden als terroristische Organisationen ein.
US-Außenminister Marco Rubio erklärte im August, das Militär könnte gegen mexikanische Kartelle eingesetzt werden. Trumps früherer Verteidigungsminister Mark Esper schrieb in seinen Memoiren, Trump habe während seiner ersten Amtszeit im Jahr 2020 mindestens zweimal gefragt, ob das Militär "Raketen nach Mexiko schießen könne, um Drogenlabore zu zerstören".