Politik

Rekordspende für rechte Partei Millionär vererbt AfD gesamtes Vermögen

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Dürfen sich über Millionen freuen: AfD-Chef Jörg Meuthen (links) und Ehrenvorsitzender Alexander Gauland.

(Foto: imago images/Sammy Minkoff)

Eine ungewöhnliche Spende wird bald die Kasse der AfD füllen. Ein Ingenieur aus Niedersachsen hat der Partei offenbar sein gesamtes Vermögen im Wert von etwa sieben Millionen Euro vererbt. Für die AfD ist es die größte Spende ihrer Geschichte. Sie könnte noch ein anderes Finanzproblem beheben.

Es ist eine der größten Geldzuflüsse der deutschen Parteiengeschichte: Ein Millionär aus Niedersachsen hat der AfD sein gesamtes Vermögen im Wert von etwa sieben Millionen Euro hinterlassen. Das berichten "Süddeutsche Zeitung" (SZ), NDR und WDR. Demnach hat die als nationalkonservativ bis rechtsextrem eingestufte Partei das Erbe bei der Bundestagsverwaltung gemeldet - ebenso wie dessen ungefähren Wert.

Bei dem Spender soll es sich um einen Ingenieur aus Niedersachsen handeln. Der Name des Gönners ist noch unbekannt - er soll jedoch im bisher noch unveröffentlichten Rechenschaftsbericht der Partei auftauchen. Der Mann ist bereits vor etwa zwei Jahren verstorben. Ein Nachlassverwalter hatte das Testament seitdem geprüft, ob mit der Erbschaft alles korrekt sei. Erst danach hatte sich die AfD entschlossen, das Erbe anzunehmen. Der Spender hatte keine anderen Erben.

Der Großteil des Millionenerbes soll aus Gold bestehen. Darunter Krügerrandmünzen und Goldunzen. Auch zählen laut SZ ein Grundstück und hochwertige Immobilien zum Erbe des Ingenieurs sowie mehrere Patente. Bereits Anfang Dezember hatte der damalige AfD-Schatzmeister auf dem Bundesparteitag die Existenz des Testaments angedeutet.

Spende könnte Finanzproblem beheben

Es ist laut dem Bericht die höchste Spende, die der AfD bisher zugeflossen ist. Auch im Vergleich zu Spenden an andere Parteien ist die Summe enorm. Allerdings ist innerhalb der AfD immer noch umstritten, ob eine Erbschaft rechtlich tatsächlich eine Parteispende ist.

Wenn dies jedoch zutrifft, könnte dies für die AfD auch in anderer Hinsicht hilfreich sein. "Für die AfD bringt die Millionenspende den Vorteil, dass sie nun im vollen Gegenwert die ihr zustehenden Zuschüsse aus der staatlichen Parteienfinanzierung erhalten kann", wird die Düsseldorfer Parteienrechtlerin Sophie Schönberger von der SZ zitiert. Denn Parteien erhalten Zuschüsse nur in der Höhe der von ihnen selbst generierten Einnahmen. Bisher jedoch hatte die AfD kaum Großspenden und andere Einkünfte bekommen.

Quelle: ntv.de, kst