Politik

Fünf Menschen in Auto verbrannt Mindestens 25 Tote bei Angriff auf Bahnhof in Ukraine

Wenige Tage vor dem ukrainischen Unabhängigkeitstag warnt die Regierung in Kiew vor schweren russischen Raketenangriffen. Die Befürchtung bestätigt sich. In der Stadt Tschaplyne kommen mehrere Menschen bei einer Attacke Russlands ums Leben.

Genau sechs Monate nach Beginn des Ukraine-Kriegs sind bei einem russischen Angriff auf einen Bahnhof im Zentrum des Landes nach Berichten ukrainischer Medien mindestens 25 Menschen getötet worden. Präsident Selenskyj hatte zuvor von 22 Toten gesprochen. Dutzende weitere Menschen seien am Mittwoch in Tschaplyne in der Region Dnipropetrowsk verletzt worden, sagte Selenskyj am vergangenen Abend in seiner täglichen Videoansprache. Unter den Todesopfern seien fünf Menschen, die in einem Auto verbrannt seien.

Ferner befand sich unter den Todesopfern nach Selenskyjs Angaben ein elfjähriger Junge. Er sei in seinem Haus gestorben, das von einer russischen Rakete zerstört worden sei. In einer vorherigen Zwischenbilanz des Angriffs hatte der ukrainische Staatschef noch von mindestens 15 Toten und rund 50 weiteren verletzten Menschen in Tschaplyne gesprochen. Durch den Beschuss seien vier Eisenbahnwaggons in Brand geraten.

Seine ersten Angaben zum Angriff in Tschaplyne hatte Selenskyj in einer Videoschalte mit dem UN-Sicherheitsrat in New York gemacht, der aus Anlass des ukrainischen Unabhängigkeitstags eine Sondersitzung abhielt.

Furcht vor schweren Angriffen am Unabhängigkeitstag

Der Jahrestag der ukrainischen Unabhängigkeit fiel auf den Tag genau sechs Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Vor diesem Hintergrund waren für Mittwoch russische Angriffe auf Infrastruktureinrichtungen und Regierungsgebäude in der Ukraine befürchtet worden.

Die Ukraine hatte am 24. August 1991 im Zuge des Zusammenbruchs der Sowjetunion ihre staatliche Unabhängigkeit erklärt. Russland war am 24. Februar nach monatelangen Spannungen im Nachbarland einmarschiert.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

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