Politik

Ukraine greift Versandhändler anMitarbeiter flüchten aus Wildberries-Lager in Jekaterinburg

25.07.2026, 13:02 Uhr
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Bei ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg setzt die Ukraine vor allem Drohnen ein. Das hat Folgen im russischen Hinterland - und beim größten Versandhändler des Landes.

Die Ukraine hat Russland erneut mit Hunderten Drohnen angegriffen, darunter ein Logistikzentrum des russischen Online-Versandhändlers Wildberries in Jekaterinburg. In sozialen Medien werden Fotos und Videos geteilt, die brennende Autos zeigen. Außerdem ist darauf zu sehen, wie Frauen und Männer in der lilafarbigen Arbeitskleidung des Unternehmens auf den Parkplatz des Logistikzentrums strömen. Wildberries bestätigte, dass das Logistikzentrum aus Sicherheitsgründen geräumt wurde. Es sei aber nicht beschädigt worden, heißt es. Der Betrieb solle bald wieder aufgenommen werden.

In den vergangenen Tagen hat die Ukraine wiederholt Wildberries-Standorte bei Drohnenangriffen ins Visier genommen. Der Gouverneur des Gebiets Swerdlowsk, Denis Pasler, sprach bei Telegram davon, dass der Angriff auf das Logistikzentrum in Jekaterinburg abgewehrt wurde. Herabstürzende Drohnentrümmer hätten ein Feuer ausgelöst, schreibt er. Menschen seien evakuiert worden, es gebe aber keine Verletzten oder Schäden an Wirtschaftsobjekten oder Infrastruktur.

Wildberries wird oft als "russisches Amazon" bezeichnet und ist einer der größten Arbeitgeber des Landes. Am Freitag griff die Ukraine ein großes Lager des Versandhändlers im Ort Nowossaratowka am Stadtrand von St. Petersburg an. Das Lager ging in Flammen auf. Auf Bildern waren dichte Rauchschwaden und eingestürzte Gebäudeteile zu sehen. 

Bei einem Angriff auf ein Logistikzentrum in der Region Moskau gab es laut russischen Behörden einen Toten und 37 Verletzte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass die Logistikzentren genutzt würden, um Drohnen-Bauteile für den Krieg gegen die Ukraine auszuliefern.

Der Schaden durch die Angriffe dürfte in die Milliarden gehen. In sozialen Netzwerken zeigten sich viele Kunden erschüttert. Teilweise wurde von Unternehmern beklagt, dass der Konzern nur geringfügige Erstattungen für zerstörte Waren gewähren würde.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, in der Nacht 328 ukrainische Drohnen abgewehrt zu haben. Unabhängig lassen sich diese Angaben nicht überprüfen, sie lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität der ukrainischen Gegenangriffe zu. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Bei ihren Gegenangriffen setzt sie vor allem auf Drohnen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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