Politik

Staatsführung ist machtlosMöglicher Patriot-Abzug durch die USA macht Südkorea Sorgen

10.03.2026, 06:33 Uhr
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Teil eines Patriot-Systems des US-Militärs bei einer Übung. (Foto: picture alliance / dpa)

Bereits bei den Angriffen im vergangenen Jahr ziehen die USA zwei Patriot-Flugabwehrsysteme aus Südkorea ab. In Seoul hält man es für realistisch, dass es nun zu einem ähnlichen Szenario kommt. Die eigene Verteidigungsfähigkeit soll dadurch aber nicht stark beeinträchtigt werden.

Angesichts von Spekulationen über eine kriegsbedingte Verlegung von US-Militärgerät aus Südkorea in den Nahen Osten hat die Regierung in Seoul Bedenken geäußert. Je nachdem, wie sich die Situation entwickle, könnten die US-Streitkräfte in Korea "einige Luftabwehrsysteme entsprechend ihren militärischen Bedürfnissen ins Ausland entsenden", sagte Präsident Lee Jae Myung laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap während einer Parlamentssitzung. Demnach räumte er seine Machtlosigkeit ein: "Wir haben zwar unsere Opposition geäußert, aber die Realität ist, dass wir unsere Position nicht vollständig durchsetzen können."

Hintergrund sind Medienberichte über das zuletzt mehrfach beobachtete Eintreffen großer US-Transportflugzeuge auf dem Luftwaffenstützpunkt Osan südlich von Seoul. Dies löste Spekulationen aus, dass Patriot-Raketenabwehrsysteme aus Südkorea an andere Stützpunkte verlegt werden könnten - zum Beispiel in den Nahen Osten, wo seit den israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran wieder Krieg herrscht. Allerdings betonte Lee, eine Verlegung einzelner Militärsysteme würde die Abschreckung gegenüber dem verfeindeten Nachbarn Nordkorea nicht ernsthaft schwächen.

Zwei Patriot-Batterien waren laut Yonhap bereits im Juni vergangenen Jahres verlegt worden, als das US-Militär größere Angriffe auf iranische Atomanlagen verübte. Im Oktober wurden die Systeme wieder nach Südkorea zurückgebracht.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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