Zum Wiederaufbau in Gaza?Moskau verlangt Freigabe eingefrorener Gelder für Friedensrat

Noch laviert Russland: Tritt es dem Friedensrat von US-Präsident Trump bei? Allerdings zeigt sich der Kreml offenbar schon einmal großzügig. Geld könne er geben, heißt es. Nur verfügt er bisher gar nicht darüber.
Russland will bei einer möglichen Teilnahme an dem von US-Präsident Donald Trump gegründeten Friedensrat die vorgeschlagene eine Milliarde US-Dollar aus seinem in den USA eingefrorenen Vermögen beisteuern. Washington müsse die blockierten Gelder freigeben, wenn sie für humanitäre Zwecke zum Wiederaufbau des Gazastreifens genutzt werden sollten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
Im neu geschaffenen Friedensrat können sich Staaten unbefristet einen Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern. Dies geht aus dem Entwurf der Charta hervor. Hauptpunkt der vielen Kritiker ist, dass der Friedensrat vollständig auf Trump als Person zugeschnitten ist, manche sprechen von einer unverhohlenen Kampfansage an die Vereinten Nationen.
Trump hatte behauptet, dass Wladimir Putin einer Teilnahme am sogenannten Friedensrat bereits zugestimmt habe. Der Kremlchef hatte am Mittwochabend allerdings erklärt, dass die Frage weiter zur Prüfung beim Außenministerium liege. Russland verliere die Hoffnung nicht, seine in den USA eingefrorenen Aktiva wiederzuerhalten und kämpfe weiter um sie, betonte Peskow.
Nach Darstellung Peskows will Putin in Moskau an diesem Donnerstagauch mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas bei einem Treffen über den sogenannten Friedensrat sprechen. Trump hatte Dutzende Länder zur Teilnahme eingeladen, einige stimmten zu, andere lehnten ab - oder haben noch nicht entschieden.