Politik

Drei Jahre nach Paris-Attentaten Mutmaßlicher Waffenlieferant wird festgenommen

63706933.jpg

Bei den Terroranschlägen in Paris starben 130 Menschen, über 350 wurden verletzt.

picture alliance / dpa

Auch Jahre nach den Terroranschlägen in Paris laufen die Ermittlungen zu den tödlichen Attentaten weiter. Kurz vor Weihnachten wird nun der mutmaßliche Waffenlieferant in Belgien festgenommen.

In Belgien ist ein mutmaßlicher Waffenlieferant der Attentäter von Paris vom 13. November 2015 inhaftiert worden. Der Verdächtige sei bereits "vor Weihnachten" festgenommen und daraufhin formell beschuldigt worden, sagte Eric Van Duyse, Sprecher der belgischen Staatsanwaltschaft, und bestätigte entsprechende aktuelle belgische Medienberichte.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann demnach die "Beteiligung an den Aktivitäten einer terroristischen Vereinigung" vor. Der Mann mit belgischer Staatsangehörigkeit werde verdächtigt, die "Kalaschnikows" (Sturmgewehre) geliefert zu haben, die bei den Angriffen in Paris zum Einsatz kamen, führte der Sprecher aus. Laut eines Berichts der französischen Zeitung "Le Parisien" soll der Belgier enge Verbindungen zu einem der Hauptverdächtigen gehabt haben, der aktuell in Frankreich inhaftiert ist.

Neun Angreifer hatten am 13. November 2015 in Paris 130 Menschen getötet und mehr als 350 verletzt. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat bekannte sich zu den Angriffen. Es sind die schwersten, die je auf französischem Boden verübt wurden.

Die Ermittlungen haben seitdem eine dschihadistische Zelle mit Verzweigungen in mehreren Ländern, hauptsächlich in Belgien, zutage gebracht. In Frankreich stehen mehr als ein Dutzend Verdächtige im Zusammenhang mit den Anschlägen vor Gericht. Auf das Konto der Zelle gehen den Ermittlern zufolge auch die Angriffe in Brüssel am 22. März 2016, bei denen weitere 32 Menschen starben.

Quelle: n-tv.de, psa/AFP

Mehr zum Thema