Politik

Sechs Geschwader an einem Tag NATO sichtet hohe Zahl russischer Militärjets

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Russische Militärmaschinen nähern sich oft den Nato-Grenzen.

(Foto: imago images / ITAR-TASS)

Immer wieder tauchen russische Kampfflugzeuge entlang der NATO-Grenze auf. Anfang der Woche registriert das Verteidigungsbündnis allerdings eine ungewöhnlich hohe Anzahl russischer Jets. Innerhalb von wenigen Stunden können sechs unterschiedliche Geschwader identifiziert werden.

Nahe dem Bündnisgebiet der NATO sind nach Angaben von Militärs Anfang der Woche ungewöhnlich viele russische Militärflugzeuge aufgetaucht. Bei Abfangmanövern über dem Nordatlantik sowie dem Schwarzen Meer und der Nord- und Ostsee seien am Montag innerhalb von weniger als sechs Stunden sechs unterschiedliche Gruppen mit Bombern und Kampfjets aus Russland identifiziert worden, teilte die Nato mit. Dies sei ein außergewöhnlicher Spitzenwert gewesen.

Unter den identifizierten russischen Flugzeugen waren nach Bündnisangaben Überschallbomber vom Typ Tupolew Tu-160 Blackjack sowie Langstreckenbomber vom Typ Tupolew Tu-95. Die Abfangmanöver seien von Piloten aus Norwegen, Großbritannien und Belgien sowie aus der Türkei, Rumänien, Bulgarien und Italien geflogen worden, hieß es.

Kampfflugzeuge aus NATO-Staaten fliegen jährlich Hunderte Einsätze zur Identifizierung und Überwachung russischer Flugzeuge, die im internationalen Luftraum unterwegs sind. Bei den sogenannten Alarmstarts müssen die Piloten mit ihren Jagdflugzeugen innerhalb von wenigen Minuten in der Luft sein, um zum Beispiel durch Sichtkontakt festzustellen, ob von einem verdächtigen Luftfahrzeug eine Gefahr ausgeht. Notfalls könnte dieses dann mit Gewalt aufgehalten werden.

Im vergangenen Jahr absolvierten Kampfflugzeuge der NATO nach eigenen Angaben mehr als 400 Alarmstarts. Bei 350 der Einsätze ging es um die Identifizierung und Überwachung russischer Flugzeuge. Diese würden oft keine Angabe ihrer Position und Höhe übermitteln, keinen Flugplan vorlegen oder nicht mit Fluglotsen kommunizieren, so das Verteidigungsbündnis. Dies stelle ein potenzielles Risiko für zivile Flugzeuge dar.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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