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"Besorgt wegen Russland" Nato sagt Patrouillen im Schwarzen Meer zu

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Jens Stoltenberg kündigt mehr Präsenz der Nato im Schwarzen Meer an.

(Foto: AP)

Ukrainische Seeleute sitzen nach dem Zusammenstoß mit der russischen Marine noch immer in Haft. Das Verteidigungsbündnis Nato nutzt die Feierlichkeiten rund um ihren 70. Gründungstag, um der Ukraine verstärkte Präsenz im Schwarzen Meer in Aussicht zu stellen.

Die Nato will sich nach der jüngsten Eskalation des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland stärker für die Sicherheit im Schwarzen Meer engagieren. Wie Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ankündigte, soll bei dem Außenministertreffen in dieser Woche in Washington beschlossen werden, die Ausbildung von ukrainischen und georgischen Küstenschützern zu intensivieren. Zudem solle es weitere Hafenbesuche von Nato-Schiffen, gemeinsame Übungen und einen verstärkten Informationsaustausch geben.

"Die aggressiven Verhaltensmuster Russlands besorgen uns", sagte Stoltenberg. Auslöser der jüngsten Eskalation des Ukraine-Konflikts war eine Konfrontation im Schwarzen Meer im vergangenen Herbst. Die russische Küstenwache hatte Ende November drei ukrainische Marineboote gewaltsam an der Fahrt durch die Meerenge von Kertsch ins Asowsche Meer gehindert. Die Boote samt Besatzung wurden festgesetzt. Die Seeleute befinden sich bis heute in Haft.

Der Ukraine-Krieg dauert mittlerweile seit rund fünf Jahren an. Die Spannungen waren 2014 in offene Gewalt umgeschlagen, nachdem Russland den Konflikt durch die Unterstützung für Separatisten in der Ostukraine und die Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim angefacht hatte.

Bei dem Außenministertreffen in Washington soll am Mittwoch und Donnerstag vor allem der 70. Jahrestag der Nato-Gründung gefeiert werden. In Washington hatten am 4. April 1949 zwölf Staaten Europas und Nordamerikas den Nordatlantikvertrag geschlossen.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa

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