Politik

"Das Gegenteil von liberal" Neue Liberale sehen sich als AfD-Alternative

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Gründungsvorstand Najib Karim rief die neue Partei dazu auf, sich eindeutig zur AfD zu positionieren.

(Foto: dpa)

Das Verschwinden der FDP hat viel mit der aufstrebenden "Alternative für Deutschland" zu tun. Einige Ex-FDPler wollen dem etwas entgegensetzen. Ihr Plan: Als "wahre" Liberale die AfD aus Hamburg und Bremen heraushalten.

Die neue Partei Neue Liberale sieht nicht ihre alte Heimat - die FDP - als Gegner, sondern die Alternative für Deutschland (AfD). "Da gibt es ganz eindeutig eine Partei in der politischen Landschaft, die sich auch als liberal bezeichnet, die aber genau das Gegenteil von dem als Politik versucht umzusetzen", sagte Gründungsvorstand Najib Karim auf dem Gründungsparteitag der neuen politischen Gruppierung in Hamburg. Gegen die AfD müssten sich die Neuen Liberalen eindeutig positionieren, sie repräsentierten echten Liberalismus.

Die aus der Hamburger FDP hervorgegangene Partei versucht sich seit dem Morgen auf ihrem ersten Bundesparteitag eine Struktur zu geben. Viel Zeit verbrachte sie dabei mit einer Diskussion über ihre Satzung, die eine größtmögliche Freiheit zulassen soll. Im Anschluss wollen die rund 150 der bundesweit etwa 250 Parteimitglieder erstmals einen ordentlichen Vorstand wählen.

Die neue Partei fühlt sich sozialliberalen Traditionen verbunden. Ob die Partei 2015 bei den Bürgerschaftswahlen in Hamburg und Bremen in Konkurrenz zur FDP antritt, steht noch nicht fest. Die FDP droht bundesweit in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" liegt sie nur noch bei zwei Prozent - einen Punkt schlechter als in der Vorwoche. Es ist der schlechteste Wert, den die FDP bei dem Meinungsforschungsinstitut je hatte. Emnid befragte laut "Bild am Sonntag" zwischen dem 8. und 24. September 2760 Personen.

Quelle: n-tv.de, nsc/AFP