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"Klopfen jeden Hinweis ab" Neue Spuren bei Suche nach RAF-Trio

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Fahndungsplakat mit den Fotos von Burkhard Garweg (r.) und Ernst-Volker Staub (l.).

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit drei Jahrzehnten leben die ehemaligen RAF-Terroristen Staub, Garweg und Klette im Untergrund. Nun hat die Polizei neue Hinweise zum Aufenthaltsort des Trios erhalten. Dass die Gesuchten von einem großen Netzwerk unterstützt werden, halten die Ermittler eher für unwahrscheinlich.

Die Polizei in Niedersachsen hat neue Hinweise zum Aufenthaltsort von drei früheren Mitgliedern der Rote Armee Fraktion erhalten. "Die arbeiten wir derzeit ab", sagte der Präsident von Niedersachsens Landeskriminalamt (LKA), Friedo de Vries, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Die Zielfahndung läuft. Wir lassen nicht locker, klopfen jeden Hinweis ab, drehen jeden Stein um."

Anfang Juni hatte das LKA neue, allerdings mehr als 30 Jahre alte Fotos von Daniela Klette veröffentlicht. Gemeinsam mit den Ex-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg soll sie teils mit schwerer Waffengewalt vor allem in Norddeutschland Geldtransporter, Kassenbüros und Supermärkte überfallen haben.

Garweg, Klette und Staub gehören zur sogenannten dritten Generation der RAF. Auf deren Konto sollen mehrere Morde gehen, so an Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen (1989) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991).

De Vries sagte der Zeitung, er halte es für realistisch, dass Klette, Staub und Garweg unter falschem Namen ein ganz gewöhnliches Leben führten. "Nicht zwangsläufig zu dritt, sondern jeder für sich. Sie gehen vielleicht arbeiten und abends mit dem Hund spazieren." Die Ermittler prüfen aber auch die Möglichkeit, dass ein Netzwerk von Unterstützern den Ex-RAF-Mitgliedern ein Leben im Untergrund möglich macht. Er sehe das aber skeptisch, sagte der LKA-Chef. "Denn je mehr Helfer das Trio hat, desto größer ist die Gefahr, aufzufliegen."

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa