Politik

Teile Brooklyns betroffen New York verhängt Notstand wegen Masern

RTS2GZH9.jpg

New Yorks Bürgermeister di Blasio verhängt für Teile Brooklyns den Masern-Notstand.

(Foto: REUTERS)

Nicht nur in Deutschland sind die Masern wieder auf dem Vormarsch und werden deshalb zum politischen Thema: In New York erklärt Bürgermeister di Blasio wegen der ansteckenden Viruserkrankung den Notstand für Teile Brooklyns. Dort werden Impfungen nun zur Pflicht.

Nach einem Anstieg der Masern-Fälle hat New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio einen Notstand für Teile des Stadtviertels Brooklyn ausgerufen. Jeder, der in bestimmten Teilen des Viertels Williamsburg lebe, müsse sich gegen Masern impfen lassen, sagte de Blasio. Ansonsten drohten Strafen von bis zu 1000 Dollar. In den betroffenen Teilen Brooklyns leben hauptsächlich orthodoxe Juden.

Seit Oktober 2018 wurden 285 Fälle von Masern in New York registriert. 2017 waren es insgesamt nur 2 Fälle. Masern sind hoch ansteckend und können noch Jahre später zu potenziell tödlichen Hirnentzündungen führen.

In Deutschland wurdem dem Robert-Koch-Institut 2018 Daten von 543 Masern-Fällen übermittelt. Seit Anfang dieses Jahres wurden unter anderem in Niedersachsen zahlreiche Erkrankungen registriert. Eine Impfpflicht ist derzeit in der politischen Debatte.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte im Januar berichtet, dass 2017 weltweit die Zahl der Masern-Fälle um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sei. Zu einem Anstieg kam es demnach zuletzt auch in der WHO-Region Europa: 2017 seien dort 23.927 Menschen erkrankt - 2016 waren es 5273.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/rts

Mehr zum Thema