Politik

Raketentest mit Kim Jong Un Nordkorea prahlt, UN-Sicherheitsrat tagt

120140951.jpg

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un soll den jüngsten Raketentest beaufsichtigt haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Südkorea registriert einen Raketentest Nordkoreas. Pjöngjang liefert nun die Bestätigung des Abschusses "neu entwickelter, großkalibriger" Raketen. Das ruft den UN-Sicherheitsrat auf den Plan.

Nordkorea hat den jüngsten Raketentest des Landes bestätigt. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA sprach vom Test eines "neu entwickelten, großkalibrigen" Raketensystems. Machthaber Kim Jong Un habe den Test persönlich beaufsichtigt.

Die südkoreanischen Streitkräfte hatten am Mittwoch erklärt, Nordkorea habe von seiner Ostküste aus zwei ballistische Raketen abgefeuert. Die Geschosse seien rund 250 Kilometer weit geflogen und ins Ostmeer gestürzt, das auch als Japanisches Meer bekannt ist. Der Raketentest wurde international scharf kritisiert. Mehrere UN-Resolutionen verbieten Pjöngjang den Test ballistischer Raketen.

Jegliche Raketentests Nordkoreas verboten

Der UN-Sicherheitsrat will sich am heutigen Donnerstag auf Antrag Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens mit dem Raketentest befassen, wie Diplomaten in New York sagten. Das Thema wurde auf die Agenda einer Sitzung gesetzt, die hinter verschlossenen Türen stattfinden wird. Berlin, Paris und London kritisieren eine "Verletzung" von UN-Resolutionen durch Pjöngjang.

Der Test vom Mittwoch erfolgte weniger als eine Woche, nachdem Nordkorea zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert hatte. Pjöngjang hatte vergangene Woche von einer "Warnung" an Südkorea angesichts der geplanten gemeinsamen Militärmanöver von Seoul mit den USA gesprochen.

Die Streitkräfte Südkoreas und der Vereinigten Staaten wollen im August gemeinsame Übungen abhalten. Die jährlichen Militärmanöver der beiden Verbündeten sorgen in Nordkorea regelmäßig für wütende Reaktionen. Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums bekräftigte am Mittwoch, die Manöver würden wie vorgesehen abgehalten. Es gebe keine Anpassung oder Änderung der Pläne.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/AFP/rts

Mehr zum Thema