Politik

Einen Monat vor Wahlen in Peru Oppositionsführerin drohen fast 31 Jahre Haft

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Keiko Fujimori hat bereits in U-Haft gesessen.

(Foto: imago/Agencia EFE)

Keiko Fujimori will die nächste Präsidentin von Peru werden. Doch nun fordert ein Staatsanwalt knapp 31 Jahre Haft für die rechte Oppositionspolitikerin. Es geht um Geldwäsche und Behinderung der Justiz. Mehr als ein Jahr saß sie deswegen bereits in U-Haft.

Einen Monat vor den Wahlen in Peru hat ein peruanischer Staatsanwalt unter anderem wegen Geldwäsche und Behinderung der Justiz 30 Jahre und zehn Monate Haft für die Oppositionspolitikerin und Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori gefordert. Der Staatsanwalt José Domingo Pérez reichte die über 15.000 Seiten fassende Anklage bei dem zuständigen Richter ein, wie die peruanische Zeitung "El Comercio" berichtete.

Die Staatsanwaltschaft habe außer Fujimori weitere 41 Personen angeklagt, unter ihnen Fujimoris Ehemann Mark Vito Villanella, für den sie 22 Jahre und acht Monate Haft forderte. Außerdem sollte die rechte Partei "Fuerza Popular" (FP), der die 45-Jährige vorsteht, aufgelöst werden.

"So sehr ein Staatsanwalt sich jetzt in den Endspurt für die erste Runde (der Präsidenten- und Parlamentswahlen am 11. April) einmischen will, werde ich mich weiterhin dieser Verfolgung stellen und mit Energie voranschreiten, damit wir gemeinsam diese gesundheitliche und wirtschaftliche Notlage überwinden können" , schrieb Fujimori auf Twitter, zu einem Foto von sich auf einem Traktor.

Fujimori hat in den vergangenen Jahren bereits mehr als ein Jahr in U-Haft verbracht. Im Mai 2020 war sie aus der U-Haft entlassen worden, weil nach dem Urteil der Richter die Beweise nicht ausreichten, um eine weitere Untersuchungshaft zu rechtfertigen. Die Vorsitzende der "Fuerza Popular" soll im Wahlkampf 2011 illegale Zahlungen vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht erhalten haben. Die Firma steht im Mittelpunkt eines der größten Korruptionsskandale Lateinamerikas und war auch in Peru an einer Reihe öffentlicher Aufträge beteiligt.

Keiko Fujimori ist die Tochter des früheren peruanischen Machthabers Alberto Fujimori (1990-2000). Wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen verbüßt er eine 25-jährige Haftstrafe.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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