Politik

"Freiheit ist zum Greifen nah" Österreich steht vor weitreichender Öffnung

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Der Wiener Naschmarkt könnte schon bald wieder gut besucht sein.

(Foto: picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com)

Österreich macht sich frei: Schon im Mai sollen alle Branchen, von Sport bis Gastronomie, geöffnet werden. Dafür gibt es ein umfangreiches Schutzkonzept, teilt Regierungschef Kurz mit. Auch Rom geht ein Stück in Richtung Freiheit und lockert die strengen Maßnahmen - allerdings in deutlich kleineren Schritten.

In Österreich sollen alle Branchen in wenigen Wochen unter einem Schutzkonzept öffnen dürfen. Erste Schritte landesweiter und gleichzeitiger Maßnahmen im Tourismus, der Gastronomie, der Kultur und dem Sport seien wohl im Mai möglich, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Einen konkreten Zeitpunkt nannte er noch nicht, sondern verwies auf Detailplanungen in der nächsten Woche. "Die Freiheit ist zum Greifen nah", so Kurz.

Bei den behutsamen Öffnungsschritten sollen Masken, Tests und der geplante Grüne Pass für Geimpfte, Getestete und Genesene eine wichtige Rolle spielen. "Mittlerweile haben wir ständige Massentests", verwies Kurz auf die immense Zahl an täglichen Tests, die Grundlage für ein Beherrschen der Situation seien. "Wenn wir jetzt nicht übermütig werden, dann haben wir die Chance, allen Branchen eine Perspektive zu bieten", sagte Kurz.

In Österreich ging die Zahl der Neuinfektionen in jüngster Zeit deutlich zurück, die teils sehr kritische Situation in den Intensivstationen hat sich ebenfalls leicht entspannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt mit rund 205 noch deutlich über dem deutschen Wert von 160. Im Vergleich zu Deutschland gebe es in Österreich wohl eine deutlich geringere Dunkelziffer, sagte Kurz. "In Deutschland hat man einen härteren Lockdown als hier flächendeckend und trotzdem steigende Zahlen", sagte der Vizerektor der Medizinischen Universität Wien, Oswald Wagner.

Auch Rom beschließt Lockerungen

Auch Italien will die strengen Corona-Beschränkungen ab 26. April schrittweise lockern - allerdings nicht in allen Bereichen. Das kündigte Ministerpräsident Mario Draghi an. Die Regierung konzentriere sich bei Öffnungen zunächst auf Aktivitäten draußen, auch für die Kultur. So sollen in Restaurants in Zonen mit moderaten Infektionswerten wieder im Außenbereich Gäste an Tischen bedient werden. Bisher dürfen Bars und Restaurants nur Außer-Haus-Verkauf anbieten.

Außerdem sollten die Schulen mit viel Präsenzunterricht weiter im Mittelpunkt der Politik stehen, sagte der Regierungschef. Zuletzt sind die Infektionszahlen in dem Mittelmeerland allmählich gesunken, sie sind aber immer noch recht hoch. Am Donnerstag hatten die Behörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land fast 17.000 Neuinfektionen in 24 Stunden verzeichnet.

Quelle: ntv.de, spl/dpa

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