Politik

Wahlen in Marokko PJD erklärt sich zum Sieger

In Marokko haben sich die moderaten Islamisten auf der Basis inoffizieller Zwischenergebnisse zum Sieger der Parlamentswahl erklärt. Der Wahlkampfleiter der Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (PJD), Jamaa Mouatassam, sagte, seine Gruppierung rechne damit, mindestens 70 der 325 Sitze zu erhalten und damit zur stärksten Fraktion aufzusteigen. Bislang stellte die PJD 42 Sitze im Parlament und war die drittstärkste Kraft.

Ergebnisse aus den Wahllokalen, die von der Partei entsandte Beobachter nach der Auszählung von rund der Hälfte der Stimmen gemeldet hätten, ergäben einen PJD-Anteil von etwa 30 Prozent, sagte Mouatassam. Die zweitplatzierte Partei folge mit 16 Prozent. Offizielle Zahlen lagen noch nicht vor. Mit dem Endergebnis wird frühestens am Sonntagabend gerechnet.

Nach Angaben von Innenminister Chakib Benmoussa gaben bei der Wahl wahrscheinlich nur rund 41 Prozent der Berechtigten ihre Stimmen ab. Insgesamt hatten sich 33 Parteien und Dutzende unabhängige Kandidaten um Sitze beworben. Eine klare Mehrheit für eine einzige Partei ist wegen des komplexen Wahlsystems praktisch ausgeschlossen. Die eigentliche Macht liegt ohnehin bei König Mohammed VI., der an der Spitze der Regierung steht.

Quelle: n-tv.de

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