Politik

Nur verbale Ausfälle Pegida mobilisiert wieder Tausende

62358358.jpg

Fast 9000 Menschen demonstrierten gegen Flüchtlinge.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das fremdenfeindliche Bündnis Pegida in Dresden erhält wieder mehr Zulauf. Reporter berichten von einer aufgeheizten Atmosphäre. Gründer Bachmann will sich "nicht mundtot" machen lassen.

Die fremdenfeindliche Pegida-Bewegung hat in Dresden erneut Tausende Anhänger mobilisiert. Nach einer ersten Auszählung von Studenten der Technischen Universität Dresden nahmen am Montag bis zu 9000 Menschen an dem sogenannten Abendspaziergang der selbsternannten "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) teil. In der Vorwoche waren es demnach rund 7500 Menschen.

Ein Polizeisprecher sagte, bei der Veranstaltung habe es keine Störungen gegeben. Es habe während des Aufzuges lediglich verbale Auseinandersetzungen zwischen einigen Pegida-Anhängern und Teilnehmern einer weiteren Kundgebung gegeben. Zu den Teilnehmerzahlen machte die Polizei keine Angaben. 

Pegida-Gründer Lutz Bachmann sieht sich mit einer Anklage gegen Volksverhetzung konfrontiert. Grundlage sind die im Januar aufgetauchten Facebook-Posts aus dem Herbst 2014, in denen Bachmann Ausländer als "Viehzeug", "Gelumpe" und "Dreckspack" bezeichnet hatte. Nach Angaben der Dresdner Staatsanwaltschaft soll Bachmann damit in Kauf genommen haben, den öffentlichen Frieden zu stören. Bachmann äußerte sich am Montag kurz zu der Anklage und sagte, sich "nicht mundtot" machen zu lassen.

Quelle: ntv.de, jbad/wu/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.