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Hitlergruß in Berlin Polizei ermittelt gegen Neonazi

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Bei der Demonstration von Hunderten Rechtsradikalen gab es unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz.

(Foto: imago/Christian Mang)

Hitlergruß und Verstöße gegen das Waffen- und Versammlungsgesetz - das ist die Bilanz einer Demo von Rechtsradikalen am Tag der Deutschen Einheit in Berlin. Nun ergreift die Polizei Konsequenzen, der Staatsschutz wertet Videos und Fotos aus.

Die Polizei in Berlin startet Ermittlungen gegen einen Neonazi, der bei einer Demonstration von Hunderten Rechtsradikalen am Tag der Deutschen Einheit den Hitlergruß gezeigt haben soll. Von dem Vorfall gibt es auch Fotos. Zeugen berichteten von weiteren Männern, die Hitlergrüße gezeigt hätten.

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Zum Teil griffen Ordner der Veranstalter dabei ein. Ein Polizeisprecher sagte, der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz der Polizei werde weitere Fotos und Videos der Demonstration auswerten und wenn nötig auch Ermittlungen einleiten.

Bei der Demonstration mit rund 2000 Teilnehmern hatte es auch Verstöße gegen das Waffengesetz sowie gegen das Versammlungsgesetz gegeben, also etwa Vermummungen. Auf einem Video, das das Jüdische Forum twitterte, sind auch Sprüche wie "Rein in die Gaskammer" zu hören.

Vor allem jüngere Männer trugen bei dem Aufmarsch in Berlin Bilder, die dem Nationalsozialismus huldigen oder Fahnen des Deutschen Reiches. Andere nutzten Symbole wie in der rechten Szene beliebte Kleidermarken und Zahlencodes. Die Menge rief Slogans wie "Festung Europa, Grenzen dicht", "Merkel muss weg" und "Wer Deutschland nicht liebt, muss Deutschland verlassen". Obwohl sich die AfD-Führung im Vorfeld der Veranstaltung vom "Tag der Nation" distanziert hatte, gaben sich einige Teilnehmer mittels Fahnen und Plakaten als Anhänger der Partei zu erkennen.

Bei den zahlreichen linken Gegendemonstranten kam es bei Blockadeversuchen zu Rangeleien mit der Polizei. Insgesamt wurden bei der Demo und den Gegenveranstaltungen sechs Männer festgenommen. Die genauen Vorwürfe gegen die Verdächtigen wurden nicht genannt.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP/dpa

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