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Gewalttat in Nordhessen Polizei ermittelt im Fall Lübcke

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Trauer und Entsetzen in Istha: Der Tatort bleibt abgesperrt, die Ermittlungen dauern an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Warum musste Walter Lübcke sterben? Am Tag nach dem mysteriösen Tod des hochrangigen Verwaltungsbeamten in Hessen sucht die Polizei weiter nach Hinweisen zum Tathergang. Am frühen Nachmittag will sich LKA-Chefin Thurau zum Stand der Ermittlungen äußern.

Nach dem überraschenden Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke dauern die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft weiter an. Auch am Tag nach der mutmaßlichen Gewalttat sind noch Polizeibeamte am Haus des früheren CDU-Politikers im Einsatz.

Die Todesumstände liegen weiterhin vollkommen im Dunkeln. Die Chefin des hessischen Landeskriminalamts, Sabine Thurau, will nach Angaben eines LKA-Sprechers zusammen mit den Ermittlern am frühen Nachmittag gegen 14.00 Uhr in Kassel über den aktuellen Stand in dem Fall informieren.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge starb der 65-Jährige mit Sicherheit keines natürlichen Todes. Lübcke soll durch eine Schusswunde am Kopf tödlich verletzt worden sein. Das Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung der Leiche steht noch aus. Von der Tatwaffe fehlt jede Spur. Einsatzkräfte hatten am Vortag unter anderem auch ein an Lübckes Garten angrenzendes Feld nach Hinweisen zum Tathergang durchsucht.

Der rätselhafte Tod des hessischen Regionalpolitikers schlägt bundesweit hohe Wellen. Als ranghoher Verwaltungsbeamter stand Lübcke zehn Jahre lang dem nordhessischen Regierungspräsidium Kassel vor. Das Amt ist als Verwaltungsbehörde auf mittlerer Ebene zwischen dem Land Hessen und seinen Gemeinden angesiedelt. Lübcke galt als Vertrauter des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier.

Lübcke war in der Nacht zum Sonntag im Garten seines Wohnhauses in Istha, einem Stadtteil von Wolfhagen westlich von Kassel, tot aufgefunden worden. Er hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Söhne.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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