Politik

Nach London-Anschlag Polizei lässt alle Festgenommenen frei

Zwölf Menschen sind nach dem Terroranschlag in London verhaftet worden. Die Polizei durchsuchte mehrere Wohnungen. Nun sind alle wieder auf freiem Fuß - ohne Anklage. Ob die drei Attentäter allein gehandelt haben, bleibt damit unklar.

Die Polizei hat alle am Sonntag im Zusammenhang mit dem Terroranschlag von London Festgenommenen wieder freigelassen. Die insgesamt zwölf Männer und Frauen seien inzwischen alle ohne Anklage entlassen worden, teilte die Polizei mit. Zudem kümmerten sich Experten um die Hinterbliebenen der Todesopfer. Sie sorgten sich auch um die Familie einer Person, die als vermisst gilt.

Zwölf Menschen waren den Angaben zufolge im Zusammenhang mit dem Attentat worden, sieben Frauen und fünf Männer. Zudem hatte Polizisten sechs Objekte durchsucht. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, Hinweise zu den Männern zu geben. Besonders interessiert sei man an Informationen darüber, welche Orte sie aufgesucht hätten und ob sie in den Tagen und Stunden vor dem Anschlag aufgefallen seien.

Zwei Namen bekannt

Drei Männer hatten am Samstagabend im Zentrum Londons Menschen mit einem Lieferwagen und langen Messern attackiert und dabei sieben Passanten getötet und rund 50 weitere teils schwer verletzt. Die Angreifer wurden von Polizisten erschossen.

Von zweien von ihnen hat die Polizei inzwischen die Namen bekanntgegeben. Es handele sich um den 27-jährigen Khuram Shazad Butt, einen in Pakistan geborenen Briten, und den 30 Jahre alten Rachid Redouane, der sich als Marokkaner oder auch als Libyer ausgegeben habe, teilte die Polizei mit. Beide wohnten demnach im Ostlondoner Stadtteil Barking.

Butt war demnach sowohl der Polizei als auch dem Inlandsgeheimdienst MI5 bekannt. Es habe jedoch keine Hinweise auf einen möglichen Anschlag gegeben, hieß es. Einzelheiten darüber, wieso der 27-Jährige ins Visier des Geheimdienstes geraten war, machten die Behörden zunächst nicht. Redouane sei nicht auffällig geworden. Die Identität des dritten Attentäters sei noch nicht geklärt. Auch sei noch offen, ob es weitere Helfer gegeben habe.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/rts