Politik

Verdächtiger Gegenstand Polizei räumt SPD-Zentrale

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(Foto: REUTERS)

Ein verdächtiger Gegenstand sorgt für Aufregung in der SPD-Zentrale: Das Gebäude wird geräumt, die Polizei rückt an. Anderthalb Stunden später kommt die Entwarnung.

Die Parteizentrale der SPD in Berlin ist geräumt worden, nachdem in der Poststelle ein verdächtiger Gegenstand gefunden wurde. Alle Mitarbeiter mussten auf Anweisung der Polizei das Willy-Brandt-Haus verlassen. Selbst auf dem Bürgersteig unmittelbar vor dem Gebäude durfte sich niemand aufhalten.

Etwa anderthalb Stunden später gab die Polizei Entwarnung. Bei dem Gegenstand habe es sich um eine Art selbstgebaute hölzerne Truhe gehandelt, die wie eine Spendenbox ausgesehen habe, sagte ein Polizeisprecher. Nach einer ersten Röntgenaufnahme sei man zunächst alarmiert gewesen: "Es sah so aus, als wenn in der Tat ein paar Drähte herausragen würden", sagte der Sprecher. Nach weiteren Untersuchungen sei klar geworden, dass keine Gefahr für das Gebäude oder Menschen bestanden habe. Ob es sich um einen Scherz gehandelt hat, müssten die weiteren Ermittlungen zeigen.

Eigentlich wollte der Parteivorstand das Wahlprogramm der SPD beraten und verabschieden. Um 13.00 Uhr sollten Generalsekretärin Katarina Barley, Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Fraktionschef Thomas Oppermann als Vorsitzende der Programmkommission den Entwurf vorstellen. Nach Informationen von n-tv.de soll die Pressekonferenz wie geplant stattfinden.

Um den Termin hatte es zuvor Verwirrung gegeben. Am späten Sonntagabend hatte die SPD die Pressekonferenz abgesagt. "Es gab zu viele Änderungsanträge. Man wollte das genauer rechnen", erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs am Montagmorgen im Deutschlandfunk. Kurz darauf dementierte ein Sprecher die Absage.

Inhaltliche Schwerpunkte des Wahlprogramms, dessen Entwurf vergangene Woche bekannt wurde, sind die Themen Gerechtigkeit und Innere Sicherheit. Wichtige Fragen zu den Bereichen Steuern und Renten blieben aber noch ausgeklammert.

Quelle: ntv.de, hvo/dpa/AFP