Politik

Großeinsatz in Brüssel Polizei stoppt Raser mit Gasflaschen an Bord

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Roboter der Polizei öffnen in Brüssel die Hecktür des verdächtigen Kleintransporters.

(Foto: dpa)

Seit den Anschlägen im vergangenen Jahr gilt in Brüssel eine hohe Terrorwarnstufe. Nun herrscht in Belgiens Hauptstadt erneut Alarm: Nachdem ein Mann über mehrere rote Ampeln rast, stoppt ihn die Polizei. Sie verhindert womöglich eine neue Attacke.

Die Polizei hat in Brüssel den Fahrer eines mit Gasflaschen beladenen Autos gestoppt, der mehrere rote Ampeln überfahren hatte. Der Mann gelte als radikalisiert, sagte der Bürgermeister der Brüsseler Gemeinde St. Gilles, Charles Picqué, dem Sender RTBF. Die Polizei löste einen Großeinsatz in der Nähe des Südbahnhofs aus, dem wichtigsten Bahnknotenpunkt der belgischen Hauptstadt. Laut RTBF wurden drei Gasflaschen aus dem Auto geholt und unschädlich gemacht.

Der Sender berichtete unter Berufung auf ungenannte Quellen, der Verdächtige sei 2016 in einem Verfahren wegen Terrorismus zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Der Mann war allein mit dem Auto unterwegs gewesen.

Der Wagen hatte gleich mehrere rote Ampeln überfahren, bevor er von der Polizei angehalten wurde, wie die Nachrichtenagentur Belga meldete. Als die Beamten die Gasflaschen im Kofferraum entdeckten, forderten sie Sprengstoffexperten an. Der Fahrer habe sich geweigert, den Kofferraum für die Polizei zu öffnen, deshalb habe der Kofferraum aufgebrochen werden müssen, sagte Piqué. Es sei schwer zu sagen, wie gefährlich das im Auto entdeckte Material sei.

Umliegende Häuser und die nahe Metrostation Porte de Hal wurde nach Polizeiangaben vorsorglich evakuiert. Die Brüsseler Verkehrsbetriebe STIB kündigten eine längere Schließung der Station an. Zudem sei eine bestimmte U-Bahn-Strecke auf Anordnung der Polizei geschlossen worden.

In Brüssel gilt eine hohe Terrorwarnstufe. Vor knapp einem Jahr hatten Selbstmordattentäter in der Metro und am Flughafen der Stadt mehr als 30 Menschen getötet und Dutzende verletzt.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa

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