Politik

Angst vor "Gewalttaten" Polizei verbietet Großdemo in Hongkong

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In Hongkong gehen seit drei Monaten Hunderttausende Menschen auf die Straße, um gegen die Regierung zu protestieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Monaten demonstrieren die Menschen in Hongkong gegen ihre Regierung. Nach den jüngsten Ausschreitungen bei den Protesten, zieht die Polizei nun die Konsequenz. Ausgerechnet an einem besonderen Jahrestag dürfen die Aktivisten nicht auf die Straße gehen.

Die Polizei in Hongkong hat eine für Samstag geplante Großdemonstration verboten. Als Begründung seien Sicherheitsbedenken angegeben worden, teilten die Organisatoren in der chinesischen Sonderverwaltungszone mit. Am vergangenen Wochenende war es bei einer Demonstration zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und der Polizei gekommen.

In einem Brief an die Organisatoren schrieb die Polizei nun, dass zu befürchten sei, dass Teilnehmer der geplanten Demonstration "gewalttätige und destruktive Taten" begehen wollten. Demonstrierende hätten zuletzt "nicht nur Feuer gelegt und Straßensperren errichtet, sondern auch Benzinbomben, Stahlkugeln, Steine, lange Speere und verschiedene selbst gefertigte Waffen genutzt, um öffentliches Eigentum in großem Umfang zu zerstören und anderen Schaden anzurichten."

Die für Samstag geplante Großdemonstration sollte aus Anlass des fünften Jahrestages der Entscheidung Pekings stattfinden, politische Reformen in Hongkong zu verbieten. Diese Entscheidung hatte 2014 die sogenannte Regenschirmbewegung ausgelöst.

In Hongkong gibt es seit drei Monaten Massendemonstrationen für mehr Demokratie und gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings. Am vergangenen Wochenende setzten die Beamten unter anderem Wasserwerfer ein. Erstmals seit Beginn der Proteste feuerte ein Polizist einen Schuss ab.

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Quelle: n-tv.de, joh/AFP

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