Panorama

Hunderte GlatteisunfällePolizei warnt vor "brandgefährlicher" Lage

23.01.2026, 12:06 Uhr
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Bei einer Unfallserie auf der A 44 starben drei Menschen, etliche wurden verletzt. (Foto: picture alliance/dpa)

Extreme Glätte sorgt in Teilen Deutschlands für Chaos auf den Straßen. Es kommt zu zahlreichen Unfällen, drei Menschen sterben, viele werden verletzt. Die Polizei ruft die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben.

Extreme Glätte durch überfrierenden Regen hat am Morgen im nördlichen Nordrhein-Westfalen und westlichen Niedersachsen für teils katastrophale Straßenverhältnisse gesorgt. Nach Polizeiangaben ereigneten sich in der Region Hunderte Unfälle mit teilweise tödlichem Ausgang.

Die Polizei in Osnabrück meldete "mehrere Hundert Glätteunfälle" und nannte die Lage "katastrophal". Auf den Straßen zeige sich ein "massives Problem". Straßen sowie Fuß- und Radwege seien derzeit "spiegelglatt". Seit den frühen Morgenstunden habe es vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln mehrere Hundert Unfälle wegen Glätte gegeben, es sei "brandgefährlich". Die Beamten riefen Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. Mehrere Landkreise im Westen Niedersachsens lassen sicherheitshalber die Schule ausfallen. Im nordwestlichen Niedersachsen galten am Morgen Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdiensts wegen gefrierenden Regens.

"Fahrzeuge verlieren unkontrolliert die Haftung, selbst bei geringer Geschwindigkeit", erklärte die Polizei. "Jede Fahrt kann gefährlich sein." Ähnlich waren die Bedingungen in den Zuständigkeitsbereichen der Polizei in Cloppenburg und Lingen, die Beamten in Cloppenburg meldeten zahlreiche Unfälle wegen "extremer Glätte". In mehreren Landkreisen in Niedersachsen fiel wegen der extremen Witterungslage die Schule aus.

Auf der A44 südlich von Paderborn in Nordrhein-Westfalen ereigneten sich in der Nacht und am Morgen nach ersten Angaben der Polizei 18 Unfälle. Zwei davon waren tödlich. Ein kleinerer Lastwagen kollidierte demnach mit einem mit Papier beladenen Sattelzug, der in Brand geriet. Der Fahrer des kleineren Lkw starb. Zudem ereignete sich den Beamten zufolge in dem Bereich zwischen Marsberg und Lichtenau ein weiterer Unfall mit zwei Toten. Dort fuhr ein Auto auf einen Lastwagen auf.

Elf weitere Menschen wurden bei der Unfallserie leicht verletzt. Die Autobahn in dem Bereich war auch am Vormittag noch in beiden Richtungen auf unbestimmte Zeit gesperrt. "Die Einsatzmaßnahmen laufen auf Hochtouren", heißt es bei der Polizei.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa/AFP

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