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Reform an Berliner Akademie Polizeischüler sollen erstmal Deutsch lernen

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Viele Polizei-Azubis haben grundsätzliche Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich, sagt Schulleiterin Tanja Knapp.

(Foto: picture alliance / Bernd von Jut)

Rechtschreibung, Zeichensetzung und Verfassen von Texten: Laut Leiterin Tanja Knapp haben viele ihrer Schüler in der Berliner Polizeiakademie große sprachliche Defizite in diesen Bereichen. Deshalb soll künftig mehr Deutsch unterrichtet werden.

Berlins Polizeischüler sollen künftig weniger Englisch lernen und dafür mehr Deutschunterricht bekommen, um sprachliche Defizite aufzuholen. Das kündigte die neue Leiterin der sogenannten Polizeiakademie, Tanja Knapp, im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses an. "In der Hauptstadt ist es natürlich sinnvoll, dass man bei vielen Touristen auch Englisch sprechen kann. Wenn aber die Grundvoraussetzungen in Deutsch noch nicht so gut sind, ist eine Konzentration auf Deutsch angezeigt."

Knapp zufolge gebe es bei vielen Polizei-Azubis "grundsätzliche Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich", beispielsweise bei Rechtschreibung, Zeichensetzung und beim schriftlichen Verfassen von Texten. "Und es ist nicht ganz einfach, das zu kompensieren in der Ausbildungszeit", so Knapp. Die Umstrukturierung soll voraussichtlich zum 1. März 2019 umgesetzt werden.

An der sogenannten Polizeiakademie werden fast 2500 junge Nachwuchspolizisten von 230 Lehrern und Dozenten ausgebildet. Sehr viele haben einen Migrationshintergrund, es gibt ganz verschiedene Schulabschlüsse. Allein für den mittleren Dienst der uniformierten Schutzpolizei sind 1400 Auszubildende in 56 Klassen registriert. Zuletzt potenzierten sich die Probleme wie Lehrermangel, häufiger Unterrichtsausfall und fehlende Disziplin.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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