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Todesstrafe gefordert Prozess um Ermordung Khashoggis beginnt

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Khashoggi war am 2. Oktober ermordet worden.

(Foto: Reuters)

Seine Leiche ist noch nicht gefunden, aber dass der Journalist Khashoggi in der saudischen Botschaft in Istanbul ermordet wurde, hat Riad inzwischen eingeräumt. In der Hauptstadt beginnt nun der Prozess gegen elf Verdächtige.

Drei Monate nach der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat Saudi-Arabiens hat in dem Königreich der Prozess gegen elf Verdächtige begonnen. Zum Prozessauftakt in Riad forderte die Generalstaatsanwaltschaft die Todesstrafe für fünf der Angeklagten, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Alle elf Angeklagten waren demnach mit ihren Anwälten im Gericht erschienen. Ihre Identität wurde allerdings nicht bekannt gegeben.

Der Generalstaatsanwalt sagte laut SPA, seine Behörde habe die Türkei zwei Mal um Beweismaterial zu dem Fall gebeten, doch keine Antwort erhalten. Die Türkei hat ihrerseits Saudi-Arabien mangelnde Kooperationsbereitschaft bei der Aufklärung des Mordes an dem Regierungskritiker vorgeworfen. Zudem forderte die Regierung in Ankara vergeblich die Auslieferung der Verdächtigen, um ihnen in Istanbul den Prozess machen zu können.

Khashoggi war am 2. Oktober im saudi-arabischen Konsulat am Bosporus von einem extra angereisten 15-köpfigen Kommando erwürgt und zerstückelt worden. Die Leiche des 59-jährigen "Washington Post"-Kolumnisten wurde bis heute nicht gefunden. Laut Medienberichten wurde sie in Säure aufgelöst. Saudi-Arabien bestritt über Wochen die Tötung Khashoggis, bevor es unter internationalem Druck schließlich das Verbrechen einräumte.

Nach Darstellung Saudi-Arabiens handelten die Täter auf Anweisung des inzwischen entlassenen Vize-Geheimdienstchefs Ahmed al-Assiri und des königlichen Medienberaters Saud al-Kahtani. Die Führung in Riad versichert, dass Kronprinz Mohammed bin Salman keine Kenntnis von dem Einsatz gehabt habe. Laut Medienberichten geht der US-Geheimdienst CIA aber davon aus, dass der 33-Jährige der eigentliche Verantwortliche ist.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP

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